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 Crackverfahren 
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Chemie Junior

Registriert: 23.09.2009, 08:55
Beiträge: 5
Beitrag Crackverfahren
Hallo liebe Chemicker,

ich verzweifle!
Ich muss bald meine Präsentation über das Crackverfahren machen, in Verbindung mit Alkane, habe aber keine Ahnung was das ist, was es macht und vorallem wo ich etwas darüber finde. Bei Wikipedia finde ich nur Sachen mit denen ich weniger als nichts anfangen kann :(

Gibt es hier vielleicht jemanden der mir evtl. weiterhelfen kann? :)

Mit freundlichen Grüße,
Streichholz!


30.09.2009, 08:53
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Chemie God
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Registriert: 03.02.2007, 14:32
Beiträge: 4246
Wohnort: hamburg
Beitrag Re: Crackverfahren
ich hab dir auf deine frage vor ein paar tagen NICHT mit nem wiki-link geantwortet...

und wenn du "weniger als nichts" bei wiki verstehst, und auch keine anderen weblinks / andere wissensquellen dir selbst erarbeiten kannst, liegt dein problem vermutlich deutlich tiefer als nur bei der auswahl eines geeigneten experiments...


was genau sind deine fragen, was genau verstehst du nicht?

gruss

ingo

_________________
Ein Monat im Labor erspart einem doch glatt ne Viertelstunde in der Bibiliothek!


30.09.2009, 14:56
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Chemie Junior

Registriert: 23.09.2009, 08:55
Beiträge: 5
Beitrag Re: Crackverfahren
Es liegt ganz einfach daran das da nicht einfach mal simple erklärt wird was das Crackverfahren macht -_- welche aufgabe hat es, wann wird es verwendet? Bei Wiki werden fast nur Fachausdrücke verwendet mit denen ich überhaupt nicht zurecht komme.


07.10.2009, 08:43
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Chemie God
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Registriert: 03.02.2007, 14:32
Beiträge: 4246
Wohnort: hamburg
Beitrag Re: Crackverfahren
also...

"cracken" kommt aus dem englischen und bedeutet "knacken", so wie in "nuesse knacken". was du da tust ist folgendes: du hast bestimmte chemikalien (die nicht das sind was du eigentlich haben willst), auf die kloppst du mit nem riesenhammer kraftig drauf dass die bruchstuecke nur so durch die gegend fliegen, du zertruemmerst sie.

die "hammer" besteht aus hitze und ggf. ein paar katalysatoren.

diese bruchstuecke tendieren nun dazu, sich nach dieser schocktherapie wieder zu chemikalien zusammenzufinden, sie "rekombinieren". vergleiche es mit tausenden von ehepaaren die du zwangsweise spontan und gleichzeitig in die scheidung treibst, und dann den dingen ihren lauf laesst bis sich wieder paare zusammengefunden haben. du wirst feststellen dass die meisten sich nen neuen partner gesucht haben...

bei unseren chemikalien ist es halt so dass da hinterher andere chemikalien bei rauskommen als du vorher reingesteckt hattest.

und die ganze kunst besteht nun darin diese gewaltkur so geschickt zu gestalten, dass du kontrollieren kannst WAS da hinterher an neuen zusammenschluessen wohl +/- entsteht. und wenn du das auf die reihe bekommst kannst du z.b. aus einem eher wirtschaftlich uninteressanten teer durch eben "drauf rumkloppen" solange bruchstuecke machen, bis die bruchstuecke sich in neuer zusammenkunft dann z.b. zu benzinbestandteilen rearrangieren.


soweit etwas klarer?

gruss

ingo

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07.10.2009, 11:33
Profil
Chemie Junior

Registriert: 23.09.2009, 08:55
Beiträge: 5
Beitrag Re: Crackverfahren
Heyho, endlich melde ich mich mal wieder :D

so, erstmal danke für deine Erklärung!

Ich bin mitlerweile schon recht weit, verstehe es aus. Ich muss bei dieser Dokumentation volle 5 Seiten schreiben, weiß aber nicht wie ich drauf kommen soll! ich habe hier einmal mein Verfasstes (bisher nicht alle Punkte, will euch ja nicht bombadieren :D):

-Was ist das Crackverfahren?
Mehr als 60% der deutschen Primärenergieverbrauchs werden durch den Einsatz von Erdöl und Erdgas erbracht, diese müssen aber zum größten Teil importiert werden. Um den nötigen Bedarf zu decken, werden in Raffinerien hoch siedende zähflüssige Fraktionen in Benzin oder Heizöl umgewandelt. Die Zusammensetzung von Rohölen kann sehr unterschiedlich sein, weshalb beim Crackverfahren (englisch „to crack“ -> aufbrechen, spalten) langkettige Alkanmoleküle in kürzere Wasserstoffmoleküle gespalten. Es gibt drei Arten des Crackens. Das Thermische Cracken, das Katalytische Cracken und das Hydrocracken.

-Das Thermische Cracken
Beim Thermischem Cracken werden die langkettigen Alkanmoleküle (z.B. schweres Heizöl oder Rohbenzin) auf 500- 600°C erhitzt, es entstehen Schwingungen, was dazu führt das kürzere Molekülbruchstücke entstehen. Das Verfahren benötigt viel Wärmeenergie. Ein Nachteil des Thermischen Crackens ist die Rekombination. Es entstehen unvermeidliche Nebenprodukte wie Kohlenstoff, Aromate und höher molekulare paraffinische Verbindungen.

--> hier z.B. habe ich nur eine "nicht chemische Erklärung", kann mir einer sagen wie genau die Hitze auf die Alkanmoleküle wirkt? Wie wird letztendlich gespalten? Nur durch die Hitze oder ist hier ein bestimmter Stoff dabei?

-Das Steamcracking
Das Steamcracking (auch Dampfspaltung genannt) ist ein Verfahren der Petrochemie ([griechisch] petros= Fels und [lateinisch] oleum= Öl; Herstellung von chemischen Produkten aus Erdgas und geeigneten Fraktionen des Erdöls).Das Produkt wird mit 12 bar auf 550- 600°C vorgewärmt. Dann wir 180- 200°C heißer Prozessdampf hinzugeführt. Er kühlt und verhindert die Aneinanderlagerung der Reaktionsprodukte. Anschliesend kommen alle Produkte in die Strahlungszone, wo sie bei ca. 800- 850°C zu niedermolekularen Kohlenwasserstoffen gecrackt werden. Damit sich nicht alles wieder zusammensetzt, wird alles schlagartig auf 300- 400°C abgekühlt. Anschliesend wir alles noch mit Hilfe von Quenöl auf 150- 170°C abgekühlt. Dieses Verfahren ist nicht sehr beliebt, da die Qualität und die Ausbeute nicht sehr hoch ist.

--> Wieder dasselbe, mir mangelt es an Chemischer Erklärung und Informationen.


-Das Visbreaking
Das Visbreaking wird hauptsächlich bei der Herstellung von Gasöl verwendet. Der Rückstand der Erdölverarbeitung wird auf 200°C vorgewärmt, anschließend auf 450- 460°C erhitzt. Nachteil gegenüber Steamcracking: die Zeit die im Ofen verbracht werden muss ist deutlich länger. Danach wird es in einem Soaker (mehrere Kubikmeter großer Behälter) auf 400°C abgekühlt. Anschliesend wird das Komponentengemisch destillativ getrennt. Hierbei entsteht das sogenannte Visbreaker- Gasöl, welches nach weiterer Verarbeitung mit Wasserstoff z.B. zu schwerem Heizöl aufgemischt werden kann.


Ich erwarte keine Ausführung meines Referates, nur vllt ein paar Tips zur Verbesserung ;)

Vielen Dank jetzt schon mal!


05.11.2009, 16:08
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