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 Glyzerin bei der Seifengewinnung? 
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Chemie Junior

Registriert: 08.09.2006, 09:23
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Beitrag Glyzerin bei der Seifengewinnung?
hallo liebe leute!

ich soll für ein referat, das ich nächste woche vor der restlichen klasse halten soll, ein experiment vorbereiten, thema: "verseifung und produkte der verseifung".
ich habe das ganze vorhin noch einmal ausprobiert, habe 200g palmin (aufgrund seiner reinheit und salzarmut gut geeignet) im topf eingeschmolzen, mit 26 g NaOH, die ich in etwa 24 ml wasser gelöst habe (lösungsverhältnis 1260g NaOH/l wasser), versetzt, mit einem schneebesen unter leichter erhitzung (etwa 60°C) gut verrührt, bis sich kleine klümpchen bildeten - das ganze dann in eine kleine tupaschale gegossen und zum erkalten an die frische luft gestellt.
als ich vorhin noch einmal nachgesehen habe, hatten sich relativ grosse seifenflocken gebildet - was ja an sich nicht passieren soll, wenn man eine toilettseife herstellen will - eine emulsion wird hierbei ja an sich bevorzugt - doch egal. diese flocken schwammen in einer viskosen, farblosen flüssigkeit - handelt es sich dabei um das glyzerin, dass bei der verseifung entstehen soll? es wäre nämlich interessant zu zeigen, was man mit den nebenprodukten von seife so alles machen kann (ich denke da an so etwas anschauliches wie die riesigen seifenblasen, das wäre bestimmt ein toller showeffekt und würde mir eine gute note einbringen :D ) - schliesslich lautet der titel des referats "verseifung und produkte der verseifung". und es wäre blöd, wenn ich so eine industriell wertvolle chemikalie wie glyzerin nicht identifizieren könnte, obwohl sie direkt vor meiner nase ist :(

könnt ihr mir raten? :roll:

tausend dank!!

John


08.09.2006, 09:30
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Klar, irgendwo muß das Glycerin ja hin! Aber es wird sicher nicht nur das sein, sondern sicher auch noch etwas Natronlauge!
Mit identifizieren könnte das vielleicht schon etwas schwerer werden!
Ach ürigens, ist klar das mit NaOH feste Seife entsteht...... mit KOH erzeugt man auf deinem Wege Schmierseifen!


08.09.2006, 13:00
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Chemie Senior
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jaja zu viel "Fight Club" gekuckt *hehe* :D

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Friede Freude Chemiekuchen


11.09.2006, 15:18
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olymp hat geschrieben:
jaja zu viel "Fight Club" gekuckt *hehe* :D


Was soll den der Sch... kommentar? :evil:
Seine Frage zeugt wenigstens von Interesse auch an anderen, wesentlich naheliegenderen Themen der Chemie, und nicht nur Pyro und Drogen :evil:
Mann, wenn ich derlei unqualifiziertes Geschreibsel schon les´ :knockout: :evil:

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Gruß, Morienus


11.09.2006, 17:01
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Chemie God
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morienus lösch es doch einfach, solchen müll muss man nicht auch noch archivieren

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Zum Dorfrichter Adam sagte der Gerichtsrat: "In Eurem Hirn liegen Wahrheit und Irrtum geknetet inniglich als wie ein Teig! Mit jedem Stücke gebt Ihr mir von beidem!"


11.09.2006, 17:05
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amanita_muscaria hat geschrieben:
morienus lösch es doch einfach, solchen müll muss man nicht auch noch archivieren


Könnte ich natürlich, aber zum einen möchte ich hier nicht als der große "Zensor" gelten, zum andern wäre ja dann der "Lerneffekt" flöten. Man soll schon mitbekommen, welche Kommentare erlaubt/erwünscht sind, und was nicht. :wink:

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Gruß, Morienus


11.09.2006, 17:06
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Chemie God
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hatten wir da in der vergangeheit nicht schon genug beispiele ? für was haben wir eigentlich forenregeln in welchen steht :

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11.09.2006, 17:09
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Chemie Junior

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Wenn wir schon bei Glyzerin sind, dann hab ich da auch mal ne Frage:
Wie kann ich Glyzerin dicker machen?
Ich möchte mit Glyzerin Kunstblut herstellen, nur ist mein Glyzerin zu flüssig. Könnt ihr mir da helfen?


11.09.2006, 17:26
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Chemie Junior

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hey ^-^

mit meinem glyzerin hat sich was getan! es ist fest geworden, ähnelt jetzt an farbe und konsistenz sehr stark dem palmin! erst dachte ich, dass vielleicht einige teile davon nicht reagiert haben - aber ich hab mich bei der lauge genau an die dosierungsvorgaben gehalten und ewig, ewig gerührt, bis die seife sogar ausflockte... hab die seife dann mit einem hauchfeinen sieb abgeseiht, das heisst, es sind wohl auch keine seifenreste...

die flüssigkeit, die ich für das glyzerin halte, war blass goldgelb - dann, beim erkalten, bildeten sich einzelne, weisse "kristallisations"(sorry)-herde, die dann bald die gesamte substanz durchzogen, bis alles weiss und fest geworden war - was ist da passiert? :? wird glyzerin fest?

gibt es irgendeine einfache methode, glyzerin nachzuweisen? mein chemielehrer hat gesagt, dass er mir bei dieser arbeit sämtliche schritte selbst überlassen wollte, da es einfache methoden für jeden arbeits- und identifikationsschritt gäbe... daher krieg ich keine indikatoren von ihm...

bitte helft mir!

john


12.09.2006, 11:40
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Beitrag 
Also Glycerin ist sicher nicht fest. Da muß schon was anderes passiert sein. Hast du von deiner Seife schon mal eine Ausbeute bestimmt? Wenn die zu klein ist, ist wahrscheinlich dein Festes Zeug entweder noch nicht umgesetztes Fett oder nicht abgetrennte Seife. Wenn du die Reaktonsgleichung deiner Verseifung mal aufstellst, siehst du ja, wieviel Glycerin dabei entstehen sollte.

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Gruß, Morienus


12.09.2006, 11:57
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Beitrag 
erinnert mich alles ein bisschen an fight-club, gibs zu willste nur nachmachen...

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Krieg ist, wenn alte Menschen reden und junge
Männer kämpfen.


17.02.2007, 17:36
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Chemie God
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Registriert: 03.02.2007, 14:32
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Beitrag 
es gibt tausend moeglichkeiten was es sein koennte...

die spaltung deines palmitins geht ja nicht "alle drei saeurereste auf einmal". Da gibts als zwischenstufen mono- und diglycidester. Und die koennen sich in dem palmitin loesen bzw. es loesen...und das bekommst du ggf. nicht filtriert

dann: was sagte dein topf zur natronlauge?

dann: wie rein ist dein palmitin?

dann: welche nebenreaktionen mag es gegeben haben? oxidation? wovon? was gibt das? wie verhaelt es sich?

alles moeglichkeiten zu erklaerung deiner beobachtungen

gruss

ingo


19.02.2007, 15:19
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Chemie God

Registriert: 04.07.2006, 17:03
Beiträge: 1665
Beitrag Re: Glyzerin bei der Seifengewinnung?
JohnRangle hat geschrieben:
habe 200g palmin (aufgrund seiner reinheit und salzarmut gut geeignet) im topf eingeschmolzen, mit 26 g NaOH, die ich in etwa 24 ml wasser gelöst habe (lösungsverhältnis 1260g NaOH/l wasser), versetzt, mit einem schneebesen unter leichter erhitzung (etwa 60°C) gut verrührt, bis sich kleine klümpchen bildeten - das ganze dann in eine kleine tupaschale gegossen und zum erkalten an die frische luft gestellt.

Wenn Du den Ester verseifen willst, müßtest Du viel länger kochen. Du hast es ja mehr oder weniger nur mit Natronlauge verrührt, so entsteht natürlich kein oder kaum Glycerin. Nach 5 h bei 100°C sieht das sicher schon anders aus.


19.02.2007, 15:26
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