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 Leuchtende flüssigkeit 
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Chemie Junior

Registriert: 22.09.2005, 15:39
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Beitrag Leuchtende flüssigkeit
Hallo,

wir machen gerade in der Schule ein Projekt bei dem um es (nacht-)leuchtende Flüssigkeiten geht. Genauer gesagt sollen wir eine Flüssigkeit finden, die wir bzw. auf ein blatt papier auftragen können und die dann im Dunkeln leuchtet. Diese sollte dann nach Möglichkeit auch noch nicht giftig, ätzend usw sein, so dass man gefahrlos damit im Chemieunterricht bei kleineren Klassen (ziel der Sache) damit experimentieren kann.
Durch was das Leuchten entsteht ist eigentlich vollkommen egal.

Ich habe schon Knicklichter probiert, nur bin ich mit da mit den Inhaltsstoffen nicht so ganz sicher. Auf der Packung wird da nichts erwähnt, was drin ist.

Kann uns jemand helfen?

Vielen Dank schonmal

Gruß
Marc


22.09.2005, 16:04
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Ich hab zu Hause Leukophor ... Das leuchtet schön grün unter Schwarzlicht... Aber nicht giftig? Dafür würde ich nicht garantieren. Allerdings gabs das Zeug als Probe kostenlos - von daher ganz praktisch. Leuchtkraft bleibt für ca. 2 Tage erhalten...

Gruß

Conrad

_________________
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22.09.2005, 16:48
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Chemie Member

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Beitrag 
Also das mit den Knicklichtern ist so eine Sache:
Kann mich drann erinnern das mal gesagt wurde das die Flüssigkeit in Knicklichtern Krebserregend ist und giftig noch dazu.
Aber wie gesagt wollt ihr es ja nicht trinken oder irgendwie anders einehmen :wink: .
Deshalb würde ich sagen das ,das eigentlich funktioniert.
P.S. Es sind zwei Flüssigkeiten im Knicklicht.


22.09.2005, 17:39
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Chemie God
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[ironie] Eine absolut ungefährliche Methode ist es mit einer Stange weißem Phosphor auf das Blatt zu schreiben. Garantiert ungefährlich und ungiftig. Keine Schutzmaßnahmen benötigt [/ironie]

So weit ich weiß ist der inhalt von knicklichtern VÖLLIG unbedenklich.
Auf der Packung steht sogar "Non Toxic"...und das mag schon was heißen.

Also ish würde es auf jeden Fall mit Knicklichtern testen.

P.S.: Natruim-Flourescin kannst du auch nehmen das leuchtet schön unter Schwarzlich.


MfG

_________________
Haribo macht Kinder froh, KCN tut´s ebenso!


22.09.2005, 18:05
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Chemie Junior

Registriert: 22.09.2005, 15:39
Beiträge: 3
Beitrag 
Pyrofreak hat geschrieben:
So weit ich weiß ist der inhalt von knicklichtern VÖLLIG unbedenklich.
Auf der Packung steht sogar "Non Toxic"...und das mag schon was heißen.

Also ish würde es auf jeden Fall mit Knicklichtern testen.

P.S.: Natruim-Flourescin kannst du auch nehmen das leuchtet schön unter Schwarzlich.


MfG



Danke für die Antworten.
Also ich habe mal gesucht, aber nichts genaues zu dem Inhalt von Knicklichtern gefunden. Weiß jemand was da drin ist oder hat noch ne Idee?


22.09.2005, 21:55
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Chemie Freak

Registriert: 05.06.2005, 11:06
Beiträge: 928
Beitrag 
Pyrofreak hat geschrieben:
So weit ich weiß ist der inhalt von knicklichtern VÖLLIG unbedenklich.
Auf der Packung steht sogar "Non Toxic"...und das mag schon was heißen.


Hm, nicht unbedingt. Auf den Packungen steh in der Tat "Non toxic", aber ich habe mal irgendwo eine Zusammensetzung dieser Knicklichter gesehen, einige der Stoffe sind so harmlos nicht. U.a. ist eine Vielzahl org. LöMis drin, die zumindest reizend sind, teilweise aber auch noch nicht vollständig geprüft.
Also die Knicklichter lieber bestimmungsgemäß benutzen und zu lassen.


@Marc:
Wie soll das Leuten denn genau sein?
Soll es durch Chemolumineszenz, sprich durch eine chemische Reaktion entstehen?
Dann bräuchte man mindesten zwei Komponenten, die man mischen muß, und die Mischung leuchtet dann für einige Minuten bis Stunden. Dieser Vorgang geht aber nur einmal.

Oder soll die Farbe z.B. beim Bestrahlen mit UV-Licht (Schwarzlicht) leuchten?
Dürfte relativ ungiftig hinzubekommen sein und kann beliebig oft wiederholt werden.

Oder soll die Farbe nachleuchtend sein, sprich nach Beleuchtung mit einer Lampe für einige Minuten bis Stunden nachleuchten?
Vorteil: Relativ ungiftig, beliebig oft zu wiederholen und unabhändig von einer UV-Lampe und auch schon als käufliche Leucht-Farbe zu haben.


22.09.2005, 22:04
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Chemie Freak

Registriert: 07.08.2005, 15:37
Beiträge: 580
Beitrag 
Pyrofreak hat geschrieben:
So weit ich weiß ist der inhalt von knicklichtern VÖLLIG unbedenklich.
Auf der Packung steht sogar "Non Toxic"...und das mag schon was heißen.

Also ish würde es auf jeden Fall mit Knicklichtern testen.


Das relativiert sich allerdings im Laufe der Jahre. Diese Lösungen
enthalten oft Phthalate als Lösungsmittel. Früher waren die ohne
jede Kennzeichnung. Die aktuelle Diskussion über kleine
Mengen Phthalat kennt Ihr sicher aus der Presse.

Obendrein ist in der Lösung der Glasampulle (Schnittgefahr!)
98% H2O2 gelöst in einem organischen Lösungsmittel enthalten.
Das darf auf keinen Fall ins Auge gelangen, auf der Haut
erzeugt es die bekannten Sauerstoffblasen wie 30% H2O2.
Trichlorsalicylsäureester, die die andere Hauptkomponente
bilden, ist auch als gesundheitsschädlich eingestuft, die
Farbstoffe (Phenylethinyl-Anthracen-Derivate) stehen in Verdacht, krebserregend zu sein.

Insofern wäre die Luminolreaktion mit 3% H2O2 und Hämin als Katalysator
harmloser, die Reaktion von Luminol in DMSO mit etwas Natronlauge
und Luftsauerstoff auch nicht viel gefährlicher (es muss hierbei allerdings
geschüttelt werden, was zum Spritzen führen kann und DMSO transportiert
Substanzen beim Verschütten auf der Haut schnell durch die Haut).


22.09.2005, 22:45
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Chemie God
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Beitrag 
fluroescein kann man auch vorher schön selbst herstellen.
imho ne nette einfache synthese bei der man das endprodukt leicht qualitativ bestimmen kann.
sowohl mit uv-licht als auch mit Br2 zu Eosin (rot)

_________________
Dosis venenum facit.
--
Mein Blog
Jabber: Potassium@potajabber.ath.cx


22.09.2005, 23:07
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Chemie Senior

Registriert: 08.04.2005, 14:48
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Beitrag 
dbx hat geschrieben:
Obendrein ist in der Lösung der Glasampulle (Schnittgefahr!)
98% H2O2 gelöst in einem organischen Lösungsmittel enthalten.


Achja? Ich sag nur: Interessant...


23.09.2005, 00:25
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Chemie Freak

Registriert: 07.08.2005, 15:37
Beiträge: 580
Beitrag 
Madgyver hat geschrieben:
dbx hat geschrieben:
Obendrein ist in der Lösung der Glasampulle (Schnittgefahr!)
98% H2O2 gelöst in einem organischen Lösungsmittel enthalten.


Achja? Ich sag nur: Interessant...


Ist in Veröffentlichungen von M. Rauhut von American Cyanamide über die Reaktion nachzulesen. Lösungsmittel ist oft eine Mischung von t-Butanol und Dimethylphthalat.


23.09.2005, 14:27
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Chemie Senior

Registriert: 08.04.2005, 14:48
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Beitrag 
dbx hat geschrieben:
Madgyver hat geschrieben:
dbx hat geschrieben:
Obendrein ist in der Lösung der Glasampulle (Schnittgefahr!)
98% H2O2 gelöst in einem organischen Lösungsmittel enthalten.


Achja? Ich sag nur: Interessant...


Ist in Veröffentlichungen von M. Rauhut von American Cyanamide über die Reaktion nachzulesen. Lösungsmittel ist oft eine Mischung von t-Butanol und Dimethylphthalat.


Was man damit alles für Schweinerein anstellen könnte... und sowas tragen die meisten um den Hals *brrr*


23.09.2005, 14:30
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Chemie Junior

Registriert: 22.09.2005, 15:39
Beiträge: 3
Beitrag 
DMSO hat geschrieben:
Wie soll das Leuten denn genau sein?
Soll es durch Chemolumineszenz, sprich durch eine chemische Reaktion entstehen?
Dann bräuchte man mindesten zwei Komponenten, die man mischen muß, und die Mischung leuchtet dann für einige Minuten bis Stunden. Dieser Vorgang geht aber nur einmal.

Oder soll die Farbe z.B. beim Bestrahlen mit UV-Licht (Schwarzlicht) leuchten?
Dürfte relativ ungiftig hinzubekommen sein und kann beliebig oft wiederholt werden.

Oder soll die Farbe nachleuchtend sein, sprich nach Beleuchtung mit einer Lampe für einige Minuten bis Stunden nachleuchten?
Vorteil: Relativ ungiftig, beliebig oft zu wiederholen und unabhändig von einer UV-Lampe und auch schon als käufliche Leucht-Farbe zu haben.


Also eigentlich sollte es durch eine Reaktion entsehen - wenn ich das richtig sehe ist das aber wohl fast unmöglich völlig ungiftig hinzubekommen, dann wären knicklichter, die ja immerhin abgeschlossen sind, noch die kleinste übel?

Denkbare wäre sonst auch noch Schwarzlicht oder etwas nachtleuchtendes, gibt es da den geschicktere Sachen?


23.09.2005, 20:58
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Chemie Freak

Registriert: 05.06.2005, 11:06
Beiträge: 928
Beitrag 
marc1301 hat geschrieben:
Also eigentlich sollte es durch eine Reaktion entsehen - wenn ich das richtig sehe ist das aber wohl fast unmöglich völlig ungiftig hinzubekommen, dann wären knicklichter, die ja immerhin abgeschlossen sind, noch die kleinste übel?


Solange man die Knicklichter nicht öffnet ist alles ok, damit kann man dann aber natürlich kein Papier bemalen. Aber sofern die Knicklichter als solches genutzt werden ist das wohl die beste Wahl, ist ja auch sehr interessant. Ansonsten im Reagenzglas geht auch die Luminol-Reaktion, ist auch mit vertretbarem Risiko im Schülerversuch durchführbar.

Zitat:
Denkbare wäre sonst auch noch Schwarzlicht oder etwas nachtleuchtendes, gibt es da den geschicktere Sachen?


Hier gibt es im Handel fertige Farben, sowohl UV-aktive Farben, die unter Schwarzlicht leuchten als auch nachleuchtende Farben, die mit einer Lampe bestrahlt werden und dann selber für einige Zeit nachleuchten.


23.09.2005, 21:35
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Chemie God
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Beitrag 
Ja.. da kann ich dir was sogar empfehlen.. es gibt da so für Modellbau.. von Revell eine Farbe die Nachleuchtet...Aber ich weiß net.. auf Partys sieht ma oft Mädls rumlaufen die sich son Knicklicht in Mund stecken damits rausleuchtet.. wenn die die verschlucken..löl

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Ceterum censeo,linguam Latinam delendam esse. Frei nach Cato.
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23.09.2005, 22:05
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Wohnort: Bonn
Beitrag 
Zitat:
es gibt da so für Modellbau.. von Revell eine Farbe die Nachleuchtet...

Die ist allerdings sehr teuer (im Vergleich Menge zu Preis). Günstiger gibts die gleiche Farbe sicher in anderen Fachgeschäften für Lacke und Farben.


mfg
miraculix

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"Bittet, so wird euch gegeben, suchet, so werdet ihr finden, klopfet an,
so wird euch aufgetan. Denn wer bittet, wird bekommen. Wer suchet, der
findet und wer anklopft, dem wird geöffnet. Lukas 11,9+10 "


23.09.2005, 22:32
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