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 Oxidation in Plastikflasche 
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Chemie Newbie

Registriert: 11.10.2008, 19:44
Beiträge: 1
Beitrag Oxidation in Plastikflasche
Ich beziehe mich auf einen inneren Monolog der Hauptperson des Buches "American Psycho":
"Man sollte darauf achten, Mineralwasser immer in Glasflaschen zu kaufen. Man sollte es nicht in Plastikflaschen kaufen. Weil es oxidiert."

Nun bin ich ein wenig verwirrt, da die Flasche, solange sie ungeöffnet ist ein geschlossenes System darstellt und aufgrund des chemischen Gleichgewichts keine weiteren Stoffe (wie eben Sauerstoff) dazukommen dürften. Also überlege ich mir nun ob ich da etwas falsch verstanden habe oder die Aussage in dem Buch schlichtweg falsch ist bzw. der Autor damit versucht die Person dementsprechend zu charakterisieren.


11.10.2008, 20:01
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Beiträge: 8277
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Interessant, was soll denn oxidiert werden? Das Wasser? Dann würde ja Wasserstoffperoxid entstehen. Oder die Flasche? Dann wäre das Mineralwasser ein Oxidationsmittel, was eigentlich eher nicht der Fall sein dürfte.

Ich würde diese Aussage schlichtweg auf das chemische Unwissen des Autors zurückführen.

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Gruß, Morienus


11.10.2008, 21:24
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Chemie God
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Beitrag 
Hier könnte man es auch mit fehlerhafter Übersetzung zu tun haben.

Was allerdings stimmt:
Aus PET-Flaschen können sich stoffe des Flaschenmaterials ins Wasser lösen.
Da wurde schon Acetaldehyd nachgewiesen.

http://www.bfr.bund.de/cm/276/ausgewaeh ... aschen.pdf

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12.10.2008, 13:48
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Chemie Senior
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Beitrag 
Es könnte auch damit zu tun haben, dass dieser Yuppietyp 'n ganz nettes Bündel an psychischen Problemen hat... unter anderem heftige Paranoia...

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16.10.2008, 00:14
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Chemie God

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Beitrag 
wobei der desi schon recht hat.. ;)
grade beim billigwasser von aldi und co is so viel zeugs mit bei..
Ich kauf auch nur noch wasser in glasflaschen


17.10.2008, 07:32
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Chemie God
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Beitrag 
Ja ich bin auch unlängst wieder auf Glas umgestiegen.
Muss aber nicht heißen, dass hier auch alles OK ist
(Spülmittelreste in Glasflaschen sols auch schon gegeben haben)

Ich hab, wie scheinbar etliche andere Leute, kein Problem damit, Leitungswasser zu trinken.
Wer Kaffee oder Tee aus Leitungswasser zubereitet,
aber kein L-Wasser trinkt, ist mMn. inkonsequent.

Und dann gibts tatsächlich noch erwachsene Leute die meinen:

Zitat:
Leitungswasser macht Läuse im Bauch

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18.10.2008, 09:53
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Chemie Senior
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Beitrag 
Das Problem beim Zubereiten von Kaffee oder Tee mit Leitungswasser ist einfach das Zukalken vom Wasserkocher.
Um dessen Lebensspanne ein bisschen zu verlängern haben wir noch son Brita-Entkalker zugetan. Einige Leute behaupten, das sei eine Bakterienschleuder. Aber wen interessierts, das Zeug wird ja gekocht nachher.

@Desi: Woher haste denn das Zitat?? :shock:

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Aus Fehlern lernt man erst, wenn man sie als solche erkannt hat.

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18.10.2008, 13:48
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Chemie God
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Beiträge: 8906
Wohnort: Im Kaff Der Guten Hoffnung
Beitrag 
Das hört man ofter als man es wirklich wahr haben will.

Genauso wie "Senf macht dumm".

Oder "Eis jetzt im Winter? Das macht man doch nicht."

So ganz geniale Volksweisen eben.

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18.10.2008, 23:04
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Chemie Freak

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Beitrag 
Zitat:
Leitungswasser macht Läuse im Bauch


... das sind die sog. Kalkläuse :wink:

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19.10.2008, 09:20
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Chemie God
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Beiträge: 4252
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Beitrag 
jetzt mal butter bei die fische: hat jemand mal wasseranalytische DATEN?

dieses ganze gemurmel von dem ach so miesen leitungswasser deckt sich naemlch NICHT mit meinen diesbezueglichen infos.

weder ist LW bzwg. keimzahl, noch wg. zusatzchemikalien irgendwie kritisch, bedenklich, minderwertig einzustufen.
ja, die quali schwankt regional, besonders was den kalkgehalt betrifft. das gilt fuer die saumaessig ueberteuerten "flaschenwaesser" jedoch auch.
und wenn wir anfangen ueber "mineralwaesser " zu reden: Perrier haben sie vor einiger zeit mal vom markt nehmen muessen in den usa wg. zu hohem schadstoffgehalt, und San Pelegrino leuchtet "frisch gezapft" im dunkeln von alleine. Ich hab mal spasseshalber den Bleigehalt nach abklingen der aktivitaet durchgerechnet und ruehre das zeug seither nicht mehr an, obwohl es ein sehr leckeres waesserchen ist (vielleicht gerade deshalb? bleisuess?? )

gruss

ingo

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Ein Monat im Labor erspart einem doch glatt ne Viertelstunde in der Bibiliothek!


19.10.2008, 12:34
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Chemie Senior
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Registriert: 22.03.2007, 21:22
Beiträge: 260
Wohnort: NW-Schweiz
Beitrag 
Also was ich weiss, ist, dass diese Wasserdispenser, die man in jeder Firma sieht (die haben so Riesenflaschen obendrauf) deutlich höhere Keimzahlen aufweisen, wie im Leitungswasser. An einigen Stellen liegen die Werte von diesen Dispensern sogar über dem maximal Zulässigen Wert für Leitungswasser!

Ich rühr die Dinger seitdem ich das gelesen habe auch nicht mehr an.
*schauder*

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19.10.2008, 12:44
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Beiträge: 8277
Beitrag 
tschoppi hat geschrieben:
Also was ich weiss, ist, dass diese Wasserdispenser, die man in jeder Firma sieht (die haben so Riesenflaschen obendrauf) deutlich höhere Keimzahlen aufweisen, wie im Leitungswasser....


Wundert mich überhaupt nicht, da das Wasser meist eine ganze weile rumsteht. Da ham die kleinen Tierchen genug Zeit, sich zu vermehren.
Wäre der Verbrauch deutlich höher (ein Kanister pro Tag vielleicht?), dann wäre das auch kein Problem.
Dieses Phänome ist übrigens der Grund, warum man auch besser auf diese Augenspritzflaschen verzichten sollte. Erfahrungsgemäß werden die Dinger nämlich viel zu selten ausgetauscht (zumindest der Inhalt), entsprechend hoch ist die Keimzahl. Deshalb gibt´s die Dinger bei uns in der Firma auch nirgends mehr, sondern in jedem Labor ist an mindestens einem Waschbecken eine entsprechende Augendusche angebracht. Und da sie meist auch dazu zweckentfremdet wird, um mal das Becken gescheit auszuspülen, ist sie auch meistens sauber (abgesehen davon, daß sie zusammen mit den Notduschen einmal im Monat geprüft werden).

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Gruß, Morienus


19.10.2008, 13:47
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