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 Passivierung 
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Chemie Senior
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Registriert: 22.03.2003, 09:41
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Das ist die Bildung einer Oxid-Schicht auf einer Metalloberfläche, so dass die Oberfläche wie eine Art Schutzschicht bekommt.

Das Metall kann dadurch nicht weiter rosten.

Dazu fähig ist z.B. Aluminium... was noch ?


03.10.2003, 19:59
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Chemie Freak
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hiho.
könnte man bei Na oder K oder so sagen dass das der fall ist?
MfG
jan


03.10.2003, 22:17
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Chemie God

Registriert: 14.12.2002, 16:03
Beiträge: 8690
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das ist bei den alkalimetallen nicht wirklich eine schutzschicht...

das, was sich auf Al bildet ist eher eine schutzschicht. diese wird im Eloxal-verfahren verstärkt.
(ELOXAL = ELektrolytisch OXidiertes ALuminium)

Zn + Mg haben vergleichbare eigenschaften.

_________________
wie kann ich mich hier desintegrieren?


03.10.2003, 22:26
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Chemie Senior
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Beiträge: 424
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Oxidschicht ist nicht gleich Schutzschicht ! :hallucine:

Aber Schutzschicht beim Passivieren ist meist eine Oxidschicht - ich kann mir aber durchaus auch andere Verbindungen vorstellen.

Passivieren hat für mich aber noch die Bedeutung von "passiv", das heisst, man muss nichts dafuer tun, die Schicht bildet sich von allein. Seht Ihr das auch so ?


04.10.2003, 04:28
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Chemie Senior
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Registriert: 08.05.2002, 16:54
Beiträge: 379
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Die Passivierung kann auch z.B. durch Säuren hervorgerufen werden.

Eisen und Aluminium zum Bleistift lassen sich nicht durch konz. Schwefel- und konz. Salpetersäure auflösen.
Wohl aber durch die verdünnten Säuren.

Dies kommt daher, daß diese beiden Säuren in konzentrierter Form vorwiegend Oxidierend wirken. Der Säurecharakter ist da nicht so ausgeprägt.
Kommt die Säure mit dem Metall in Kontakt, bildet sich eine durch die Säure verursachte Oxidschicht, die das Metall darunter schützt.

Ein praktisches Beispiel dazu:
Früher wurde konz. Schwefelsäure in sog. Säuretopfwagen mit der Bahn transportiert.
Die "Säuretöpfe" bestanden aus Gußeisen, in die die Säure direkt eingefüllt wurde.
Also es gab in den Töpfen keine Emailleschicht o.ä.

_________________
Si vis pacem, para bellum.....


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04.10.2003, 09:12
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Chemie Senior
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Oder Passiv gegenüber Rosten. Vs. aktives Metall.
Das ist wohl besser.


04.10.2003, 10:07
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Chemie God

Registriert: 14.12.2002, 16:03
Beiträge: 8690
Wohnort: Im Kaff Der Guten Hoffnung
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weiteres beispiel Cu: auf Kirchendächern gut zu sehen. das könen acetate, carbonate, chloride sein die das grün färben...
auch ne schutzschicht

_________________
wie kann ich mich hier desintegrieren?


04.10.2003, 11:33
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Chemie Freak
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Registriert: 01.12.2002, 21:25
Beiträge: 536
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huhu
ich dachte eher passivierung ist einfach eine schicht die sich an der oberfläche eines stoffes ausbildet und somit die reaktion der darunterliegende teile mit der luft von selbst schützt.
eben wie beim Na oder so

und das ganze geht von ganz alleine.
daher denke ich dass eine umwandlung von rost beispielsweise mit phosphorsäure oder so keine passivierung ist....

nun da mich das aber wurmt hab ich im lexikon nachgeguckt und hier steht:

passivierung [zu lat. passus (sum) >>(ich habe) erduldet<<] chemische oder elektrolytische Vorgänge, welche die Oberfläche mancher Metalle so verändern, dass sie weniger reaktionsfähig werden. Ein passiviertes Metall ist wesentlich korrosionsbeständiger als ein nicht passiviertes. Zu den Metallen, bei denne P. möglich ist gehören u.a. Aluminium, Blei, Chrom, Eisen, Cobalt und Nickel. So ist zB. Chrom nach dem Eintauschen in Salpetersäure HNO3 vorübergehend chemisch beinahe so korrosionsfest wie Gold: Sein Normalpotential von -0,74V erhöht sich auf +1,3V
Ber der P. kommt es meist zu Bildung lückenloser und Porenfreier Deck und Schutzschichten, die entweder aus dünnen Oxidschichten oder schwerlöslischen Salzen bestehen. Blei löst sich nicht in Schwefelsäure, weil das sich bildende Bleisulfat PbSO4 als schützende Deckschicht die weitere Einwirklung der Schwefelsäure unterbindet. Salpetersäure kann in Fässern aus Eisen oder Aluminium transportiert werden, weil hier ein dichter Oxidfilm die Passivität hervorruft. Beim Eloxalverfahren wird auf Aluminium durch anodische Oxidation eine verstärkte Oxidschichte gebildet und so eine dauerhafte P. bewirkt.


soderle nun wissen wirs
MfG
jan


04.10.2003, 12:13
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Chemie God
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Registriert: 09.05.2002, 11:58
Beiträge: 1300
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Keyman hats richtig gefunden. Zusammenfassend: Passivierung wird nicht durch Verbindungen des Metalls hervorgerufen, sondern durch eine spontane Änderung (Erhöhung) des elektrolytischen Potentials der Metalloberfläche durch Einwirkung einer speziellen chemischen Verbindung.


05.10.2003, 19:23
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