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 Film-Chemie - was steckt dahinter? 
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Chemie Freak
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Registriert: 19.01.2007, 15:48
Beiträge: 772
Beitrag Film-Chemie - was steckt dahinter?
Die Situation kennt jeder aus dem Fernsehen:
Eine schwarze Gestalt schleicht sich von hinten an holt einen Wattebausch aus der Tasche hervor und hält ihn kurz auf die Öffnung einer braunen Flasche die er anschließned kippt. Daraufhin stürmt er auf sin opfer los drückt ihm den Wattebausch auf Nase und mund und binnen einer, zwei sekunden schwebt das opfer im Reich der Träume.

Was ist also dran an der wirkgeschwindigkeit und wirkdauer von Furanen, Ethern, KO-Tropfen und Chloroform?

_________________
Heute: Tag, an dem man gute Vorsätze faßt; morgen: frühester Tag ihrer Verwirklichung.

- Ron Kritzfeld


16.04.2008, 18:02
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Chemie Member
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Registriert: 10.07.2006, 13:01
Beiträge: 125
Wohnort: Oberhausen
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Soweit ich weiß, kann das auch ein paar Sekunden länger dauern. Außerdem ist das nicht ganz ungefährlich, da die Person dabei sterben kann (warum weiß ich persönlich nicht).

Die Dauer warriert auch stark. Während manche schon nach 1-2 Minuten aufwachen (dazu gehört nicht der Großteil), fallen andere ins Koma.

Hoffe ich konnte dir weiterhelfen. Wenn ich Fehler drin hab, berichtigt mich.

Phil

_________________
17.8.2011 -> 5 Jahre dabei


16.04.2008, 18:35
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Chemie Freak
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Registriert: 19.01.2007, 15:48
Beiträge: 772
Beitrag 
die Möglichkeiten dabei zzu sterben sind vielfältig: das kann duch aspiration von Erbrochenem - also duch Nebenwirkungen bedingt - oder durch Atemstillstand passieren.

_________________
Heute: Tag, an dem man gute Vorsätze faßt; morgen: frühester Tag ihrer Verwirklichung.

- Ron Kritzfeld


16.04.2008, 19:35
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Chemie God
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Registriert: 03.02.2007, 14:32
Beiträge: 4246
Wohnort: hamburg
Beitrag 
ether und furane: vergisse es, zu langsam

ko-tropfen wirken nur oral bei schlucken: valium + ethanol
(gibt da statt valium auch noch andere haemmer)

chloroform ist schon mal net schlecht, aber auch noch zu lahm


das mittel der wahl ist hier eigentlich chloralhydrat
aber wahrscheinlich will man das net promoten

sollen sie also lieber weiter zeigen dass da jemand nach ether wie vom blitz getroffen umklappt

gruss

ingo

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Ein Monat im Labor erspart einem doch glatt ne Viertelstunde in der Bibiliothek!


16.04.2008, 19:41
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Registriert: 05.02.2003, 08:38
Beiträge: 8279
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Also nach meinen physiologischen/toxikologischen Kenntnissen gibt es keine Inhalationsnarkotika (denn das sind sie alle), die in einer unbedenklichen Dosis so eine schnelle und problemlose Wirkung haben, wie inirgendwelchen Krimis gezeigt.
Beim Einleiten der Narkose durchläuft der Körper namlich mehrere Stadien, nämlich zuerst das Analgesiestadium, wo das Schmezempfinden heruntergefahren wird, dann kommt das Exzitationsstadium, wo der Körper sich nochmal mit aller Kraft dagegen wehrt, hier treten oft Husten und Erbrechen auf, dann kommt das sog. Toleranzstadium, in dieser Phase werden die meisten OP´s gemacht, und wenn man zu weit mit der Narkose geht, dann landet man im Asphyxiestadium, hier sind die Körperfunktionen so weit herunter gefahren, daß akute Lebensgefahr besteht.
1. Ein Ideales Narkotikum vereint deshalb folgende Eigenschaften:
2. Schneller Anfluten (schneller Wirkeintritt, deshalb auch schnelles Durchlaufen der Exzitationsphase)
3. Leichtes Aufrechterhalten über längeren Zeitraum
4. rasches Abfluten, also rel. schnelles Aufwachen nach Absetzen des Narkotikums

Um diesem Ideal möglichst nahe zu kommen, verwendet man zur Narkoseeinleitung meist Injektionsnarkotika (Wirkeintritt in unter 10 Sek!), und erhält die Narkose dann mit Inhalationsnarkotika via Atemmaske aufrecht. Bei Kurz-OP´s kann´s natürlich auch sein, daß man mit der Injektion auskommt. IV ist halt nicht so leicht über längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten, Tropf wäre eine Möglichkeit, allerdings hält die Wirkung dann auch lange an, und das will man auch nicht.
So, und um jetzt auf die eigentlich Frage zurückzukommen:
Da Inhalationsnarkotika meist nicht so einen schnellen Wirkeintritt haben, müßt man mit der Dosis rauf, um diesen "Knock-Out-Effekt" zu bekommen. Und dann sind wir ganz schnell mal in einem Bereich, der toxisch wirkt - siehe die Geiselbefreiung in Moskau.

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Gruß, Morienus


16.04.2008, 20:43
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Chemie Senior
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Registriert: 04.01.2008, 22:18
Beiträge: 233
Wohnort: Ruhrgebiet
Beitrag 
magician hat geschrieben:
ether und furane: vergisse es, zu langsam

ko-tropfen wirken nur oral bei schlucken: valium + ethanol
(gibt da statt valium auch noch andere haemmer)

Mir waren als K.O.-Tropen bisher nur GHB und Benzos bekannt, aber man lernt nie aus...

EDIT: aaargh, Diazepam... vergiss es. Ich sollte erst denken und dann posten.

_________________
Science - The Difference


16.04.2008, 22:24
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