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 Abscheidung von Mineralöl aus Propan 
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Chemie Junior

Registriert: 26.05.2008, 11:44
Beiträge: 2
Beitrag Abscheidung von Mineralöl aus Propan
Ich sitze gerade beruflicherseit vor einer interessanten Entwicklungsaufgabe, jedoch fehlt mir ein wenig das chemische Hintergrundwissen. :?

Oft befinden sich Rückstände von Mineralöl in Propangasflaschen, welches dann schadhafte Auswirkungen (chmischer und mechanischer Natur) auf die Bauteile im Gasstrom hat, z.B. Zersetzung der Gummimembran im Druckminderer oder Verstopfung oder zumindest Beeinträchtigung von Ventilen.

Mich würde zunächst interessieren, in welcher Form das Öl denn überhaupt innerhalb der unter Druck stehende Gasflasche vorliegen kann (gelöst, Tröpfchen, getrennte Phasen, etc.) und in welcher Form es vermutlich dann in den Gasstrom gerät.

Auf diesen Infos basierend werde ich dann nach einer simplen und wartungsfreien technischen Möglichkeit suchen, das Öl bereits vor dem Druckminderer, der das Gas von ca 7bar auf 0,5bar entspannt, aus dem Gasstrom abzuscheiden. Mir fiel da spontan eine Venturi-Düse ein - oder ist es doch eher eine Lavaldüse :oops: Aber das ist zunächst ohnehin nur ein vager gedanklicher Impuls, den ich ohne weitere Vorkenntnisse nicht weiterverfolgen kann.

Für hilfreiche Antworten :idea: danke ich im Voraus.


26.05.2008, 11:48
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Chemie God

Registriert: 14.12.2002, 16:03
Beiträge: 8690
Wohnort: Im Kaff Der Guten Hoffnung
Beitrag 
Moin + Willkommen im Forum.

Also ich hatte noch nie Probleme mit versifften Bauteilen in Gasanlagen.

Von daher erstmal die Frage, wer denn der Gaslieferant ist?

Also wenn Rest-Öl enthalten ist, kann es eigentlich nur gelöst sein,
denn Propan liegt in den Gasflaschen verflüssigt vor.

Ums nun aus dem Gasstrom herauszubekommen, fällt mir erstmal eine Kältefalle ein.

wieviel Gasdurchsatz hast du denn?

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26.05.2008, 12:27
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Chemie Junior

Registriert: 26.05.2008, 11:44
Beiträge: 2
Beitrag 
Hallo Desinfector und Danke für die Antwort.

Mit genaueren Informationen kann (und darf) ich leider im Augenblick nicht rausrücken. Soviel aber: der Gasdurchsatz entspricht z.B. dem einer Gasheizung in einem Caravan oder einer Warmwasserbereiter in einer Yacht. Das können bis zu 500 g/h sein.

Klar stellt sich zu allererst die Frage, wie denn überhaupt das Öl in die Flasche reingekommen ist. Aber ich will mich ja nicht selbst wegrationalisieren ;-)

Könntest Du mir das mit der Kältefalle kurz ein wenig näher beschreiben? Danke im Voraus.

Gruß

Deyhardt


26.05.2008, 13:19
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Chemie God
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Registriert: 03.02.2007, 14:32
Beiträge: 4246
Wohnort: hamburg
Beitrag 
hi..
das mit dem oel hoert sich gewaltig nach kompressoroel an, welches beim befuellenmit reingesaut worden ist
weiterhin stellt sich die frage ob du da auch wasser mit drin hast (ebenfalls aus dem kompressorbetrieb, immer wieder gern genommen)


statt ausfrieren oder aehnlichem wuerde ich an deiner stelle ueber einen passiven tropfenabscheider nachdenken, so cyclonartig, da ich das ganze eher als aerosol mitgerissen sehe denn als verdampfendes (mithin kondensierbaren) oeldampf.

gruss

ingo

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26.05.2008, 14:13
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Chemie God

Registriert: 14.12.2002, 16:03
Beiträge: 8690
Wohnort: Im Kaff Der Guten Hoffnung
Beitrag 
Zitat:
so cyclonartig


Passive Bauteile sind natürlich immer besser, halt ohne Energieeinsatz.

Das müsste aber schon eine gewisse Geschwindigkeit im Medium
voraussetzen und eine vernünftige Trennbarkeit.
Hier gibt es keine Partikel abzuscheiden und 500g/h sind da in normalen
Gasanschlüssen und Leitungen nicht allzuschnell.

Zyklonabscheider beruhen ja darauf, dass Staub und Luft/Gase keine
Lösung bilden.

Ausfrieren müsste dann so laufen, dass die Gasleitung an einer Stelle so
gekühlt wird, dass das Gas noch durchkommt, aber höher siedender
"Schlamm" kondensiert. Dazu liefert Google mehr mit selbigem Suchbegriff.

Das stelle ich mir dann so vor, wie wenn höhere Anteile im Diesel im Winter ausflocken.

Normal ist ein Öl in der Gasbuddel aber wirklich nicht.
Gut, ich krieg hier Propan von 2 Händlern, die möglicherweise den selben
Abfüller haben. Von daher kann ich das nicht so beurteilen

Sind die Flaschen denn stationär oder in Fahrzeugen eingebaut?
Ich denke mal, dass sich danach auch gewisse Machbarkeiten richten.

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26.05.2008, 14:55
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Chemie God
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Registriert: 03.02.2007, 14:32
Beiträge: 4246
Wohnort: hamburg
Beitrag 
@ desinfector: wie willste denn nen aerosol "ausfrieren" ?????


wir ham fuer unsere waermetauscher auch immer aerosolabscheider-dome oben drauf, und da tobt auch net der wirbelwind ueber dem roehrenverdampfer...meist sinds die platzenden blasen die da spritzen...und was du da an oel drin hast ...

manchmal reicht schon ein einfaches prallblech als abschirmung, einfach nur dass die tropfen (die geradeaus weiter wollen) da net dem gasstrom "um die ecke" folgen: und alles ist schoen

gruss

ingo

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26.05.2008, 15:43
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Chemie God

Registriert: 14.12.2002, 16:03
Beiträge: 8690
Wohnort: Im Kaff Der Guten Hoffnung
Beitrag 
Ich ging von dampfförmigem Öl aus, das sich, wenn vorhanden,
auch in Leitungen an entfernteren Orten absetzt.

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26.05.2008, 22:57
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Chemie God
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Registriert: 03.02.2007, 14:32
Beiträge: 4246
Wohnort: hamburg
Beitrag 
also...die einschlaegigen "verschleppten" oele die ich so kenne....


haben partialdampfdruecke bei den ueblichen propangasflaschentemperaturen, da muss man verdammt lange warten ehe da wat verdunstet...

... und dat schoene an diesen echten oelgasen ist dann ja gerade, dat die sich dann ja auch nirgendwo abscheiden koennen, ist halt net kalt genug fuer dampfdruecke im millipascalbereich.....

...zumal die propangasflasche mit der zeit ja doch zum abkuehlen tendiert bei benutzung.

was ich als relevante "kontaktquelle" sehe bei den buddeln ist eher, dass die dinger auffm transport oder so ja net gerade sanft angefasst werden, und gerne schon mal auf der seite liegen oder ueber kopf ins regal gehievt werden. da haste dann natuierlich filmbenetzungen auch im kopf/ventilbereichbereich etc, und schon ist der schmodder da wo er eher unerwuenscht ist. auch immer wieder gern genommen: gabelstapler gasbetrieben, und da liegen die buddeln halt.

was da huelfe waere bestenfalls ne gaspermeable membran, die aber gegen fluessigkeiten hinreichend dicht ist...


soderle.

der rest geht dann richtung gebuehrenpflichtiges F&E, wat mich betrifft

a guats naechtle wuensche ich noch allerseits

ingo

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26.05.2008, 23:58
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