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 Schwefelsäure+Salzsäure+Salpetersäure 
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Chemie Junior

Registriert: 18.06.2008, 15:21
Beiträge: 2
Beitrag Schwefelsäure+Salzsäure+Salpetersäure
Ich ich bin am ausarbeiten einer Auslegung für ein Filtrationssystem genauer gesagt ein Filtergehäuse nun muss ich aber wissen aus welchem Material mein Gehäuse werden soll.

Ich habe als Medium eine säurehaltige Entsorgungslösung mit:

30% Salpetersäure

25% Salzsäure

25% Schwefelsäure

20 % Wasser oder ähnliches.


Nun meine Frage was passiert wenn diese Säuren miteinander reagieren. Was entseht dann??

Ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen.

Grüüße


18.06.2008, 15:25
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Chemie God
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Registriert: 03.02.2007, 14:32
Beiträge: 4246
Wohnort: hamburg
Beitrag 
hi,

deine angaben sind ja furchterregend... :mrgreen:


also, wenn die von dir gepostete zusammensetzung so stimmt, sich also die drei von dir genannten saeuren da um 20 gew.-% wasser kloppen...

...dann sollte dir eigentlich eine kraeftige gasentwicklung aus salzsaeure und nitrosen gasen aus der suppe ausblubbern dass es nur so seine bewandnis hat.

m.a.w.: NO[sub]x[/sub] und HCl sind die ausgasenden chemikalien, und das net zu knapp

weiterhin ist das gemisch aus schwefelsaeure und salpetersaeure auch insoweit interessant, als dass ich bei den konzentrationen auch die anwesenheit / bildung von peroxomonoschwefelsaeure (carotsche saeure) fuer moeglich halte als nebenprodukt

ausserdem hast du mit sicherheit nitrosylchlorid vorliegen ("koenigswasser"), vergiss also edelstahl etc.

die meisten organika geben unter diesen bedingungen ebenfalls (mittelfristig) auf (PE, PP, viton...) sodass du dich wohl auf teflon einstellen werden musst als werkstoff der wahl, oder aber glas, saeurefeste emaille? fragezeichen, musste mal gucken....


gruss

ingo

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18.06.2008, 16:38
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Chemie Junior

Registriert: 18.06.2008, 15:21
Beiträge: 2
Beitrag Und ohne Wasser
Okay so wie es aussieht besteht das Gemisch aus:

30% Salpetersäure

25% Salzsäure

25% Schwefelsäure

restlichen 20 % gibt es keine angaben für bzw. sind vernachlässigbar.

Ergibt sich daraus eine andere Zusammenseztung oder wie oder was.

Hilfe ist erbitten Mister Magician :-)


19.06.2008, 06:59
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Chemie God
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Registriert: 03.02.2007, 14:32
Beiträge: 4246
Wohnort: hamburg
Beitrag 
hi,

aehm, ich frag jetzt mal "idiotensicher" nach:

beziehen sich die %-angaben auf gew.% "reine saeure", bedeutet 25% salzsaeure mithin dass du da 250 g HCl / liter "sauregemisch" hast (auf diese konstellation bin ich in meinem ersten post eingegangen)

ODER

hast du z.b. 25gew.-% anteile "salzsaeure" (die dann jedoch schon an sich verduennt, also z.b. mit einem gehalt von z.b. 5%) , bringen deine jeweiligen prozente also "nochmal ihr eigenes wasser" mit?

anders gesagt: 250 g HCl, 300g "HNO[sub]3[/sub]", 250 g "H[sub]2[/sub]SO[sub]4[/sub]" plus ~ 200 g wasser (plus ein bisschen dit und dat)

ist voellig anders zu bewerten als

250 g verd. salzsaure mit restgehalt HCl~ 5% + 300 g Salpertersaeure verd. mit restgehalt von z.b. 8% ...

ersteres waere fast zu schade zum wegschmeissen, letzteres eine typische altsaeurenmische....

und letztere kannst du dann auch wieder in PP oder so verhandeln, sofern die konzentrationen an saure in der verduennten saeure in den von mir vermuteten groessenordnungen liegen

gruss

ingo

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19.06.2008, 10:03
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Chemie God
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Registriert: 08.09.2006, 22:26
Beiträge: 1281
Wohnort: Hannover
Beitrag 
...als nicht-chemiker meint er sicher letzteres, verstehe ich jedenfalls so.
emalie oder teflon überzogener edelstahl wäre meine wahl wenn glas nicht geht...

mfg

_________________
Das kann ja wohl nicht Warstein, da könnte ja Jever kommen, ich glaub bei mir Hakebeckst! Prost!
mfg Tobi


19.06.2008, 18:31
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Chemie God
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Registriert: 03.02.2007, 14:32
Beiträge: 4246
Wohnort: hamburg
Beitrag 
@ dg7acg

sehe ich aehnlich, aber er hatte im originalpost halt wasser explizit seperat ausgewiesen, und das hab ich halt erstmal so wie er es geschrieben hatte hingenommen


gruss

ingo

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19.06.2008, 18:44
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Chemie Senior

Registriert: 02.02.2006, 17:01
Beiträge: 202
Beitrag 
Titan ist gegen alle diese Säuren und deren Reaktionsprodukte beständig.
Nicht umsonst ist neben dem Flugzeugbau der chemische Apparatebau ein wichtiges Einsatzgebiet von Titan und Titanlegierungen.
Ob für deinen Einsatzzweck eher reines Titan (Grade 1 bis 4, ersteres ist relativ weich und biegsam, letzteres hart) oder eine der speziellen, im Korrosionsverhalten für bestimmte Einsatzgebiete optimierten Legierungen besser geeignet sind musst du noch selber herausfinden.


19.06.2008, 19:26
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