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 Chemielaborant -> Studium 
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Chemie Freak
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Beitrag Chemielaborant -> Studium
Hi,

ich beabsichtige im Herbst eine Ausbildung als Chemielaborant zu beginnen. Danach möchte ich ganz gerne Chemie studieren. Da ich "nur" Realschüler bin, kann ich natürlich nicht so einfach studieren. Neben der möglichkeit parallel zur Ausbildung das Abendgymnasium zu besuchen fällt mir nur der Weg über die Fachoberschule ein.

Gibt es eventuell einen einfacheren Weg?

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09.03.2008, 12:45
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Chemie Freak

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Beitrag 
Normalerweise benötigt man ja eine Klausur um studieren zu dürfen. Aber soweit ich weiß gibts, in Österreich zumindest, eine Studienberechtigung, die Fachspezifisch gemacht werden kann. Wenn ich jetzt also Chemie studieren will, muss ich die Studienberechtigung für Chemie machen. Dann darf ich aber nur in Chemie studieren.

Dieser Weg ist sicher nicht so Zeitraubend wie die gesamte Oberstufe nachzumachen.

Aber ob es sowas in Deutschland auch gibt, kann ich dir leider nicht sagen.

mfg

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und der Autor kann für durch etwaige Fehlinformationen eventuell auftretende Unfälle
nicht zur Rechenschaft gezogen werden.
:wink:


09.03.2008, 12:55
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Beitrag 
Hm, Zeitraubend ist dieser Weg schon, sowas wie in Österreich gibt es afaik in D nicht.

Wenn du tatsächlich erst die Laborantenausbildung machen willst, und trotzdem halbwegs schnell zum Studium kommen willst, dann bleibt dir wahrscheinlich echt nichts anderes übrig, als den Weg des Abendgymnasiums.

So nebenbei, willst du an die Uni, oder an die FH? Für die Uni brauchst du halt die allgemeine Hochschulreife, die wirst du über die Fachoberschule nicht erreichen, sondern "nur" die Fachhochschulreife.

Warum willst du erst eine Laborantenausbildung machen?

Wenn dir die FH reicht, dann würde ich dir (aus Zeitgründen) vorschlagen, mach nicht Laborant, sondern CTA, das geht nur 2 Jahre, und viele CTA-Schulen bieten dann auch noch parallel dazu den Erwerb der Fachhochschulreife an. Du hättest also nach zwei Jahren die FH-Reife (wie wenn du jetzt gleich auf die FOS gingest), allerdings auch gleich noch eine abgeschlossene Berufsausbildung mit dabei.

Wenn du an die Uni willst, könntest du ebenfalls den CTA machen, danach aber zwei Jahre an die Berufsoberschule, und dort die Fachgebundene Hochschulreife machen, die dich zum Besuch der Uni berechtigt, allerdings halt mit der Einschränkung auf Chemie u. ä.

Diese Infos sind jetzt sicherlich nicht der neueste Stand, auch nicht Bundesweit sichergestellt, man müsste sich diesbezüglich schon in seinem Bundeland konkret informieren.

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Gruß, Morienus


09.03.2008, 13:38
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Chemie Freak
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Beitrag 
natürlich würde ich lieber das Fachgymnasium besuchen und anschließend studieren.

Nur leider habe ich Eltern, die der Meinung sind, dass nur, weil die keine Hochschulausbildung haben, ich die auch nicht brauche.

Wenn ich was vom Studieren erzähle, höre ich so hochqualifizierte Kommentare "Fang doch lieber endlich an zu arbeiten"...

Von daher will ich hier schnellstmöglich raus und dafür brauche ich zwangsweise Eigenkapital. Und in der Ausbildung würde ich dann immerhin schon was verdienen...

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09.03.2008, 13:50
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Beitrag 
spyfreak3000 hat geschrieben:
... Und in der Ausbildung würde ich dann immerhin schon was verdienen...


Ok, das ist natürlich ein Argument für den Laboranten. Allerdings kann man sich dabei auch nicht gerade die Nase vergolden. Abgesehen davon gibt es ja auch noch BAFöG.

"Fang doch lieber endlich an zu arbeiten": Hallo? Geht´s noch? Wie alt bist du denn, daß deine Eltern sich auf ein "endlich" herablassen?
Ganz abgesehen davon, daß du als Laborant in deinen Karriere-Chancen relativ eingeschränkt bist, ist heutzutage ein entsprechend höherer Bildungsabschluß wichtiger denn je, schon allein um einen Job überhaupt zu bekommen. Ich würde nochmal versuchen, mit ihnen zu reden, die besten Chancen hast du in meinen Augen, wenn du via CTA die FH-Reife machst, und dann den Chem. Ing. (FH) machst. Damit bist du rel. schnell durch, und fängst entsprechend früh an, zu arbeiten. Wenn du erst 3-4 Jahre die Laborantenausbildung machst, dann die Hochschulreife, dann studierst (Uni), dauert´s noch eine ganze Weile, bis du effektiv Geld verdienst.

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Gruß, Morienus


09.03.2008, 14:00
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Chemie Freak
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Beitrag 
Ich bin junge 19 Jahre ;) Also wenn ich mitte 30 wäre, könnte ich es ja verstehen.

Auch könnte ich es verstehen, wenn es am Geld mangeln würde, doch das tut es bei weitem nicht...

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09.03.2008, 14:53
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Beitrag 
spyfreak3000 hat geschrieben:
...
Auch könnte ich es verstehen, wenn es am Geld mangeln würde, doch das tut es bei weitem nicht...


Dann würde ich versuchen, Deinen Eltern eine Ausbildung zum CTA mit anschließendem Studium aus dem Geldbeutel zu leiern.
Und wenn du deinen CTA fertig hast, hast du eine abgeschlossene Berufsausbildung, evtl lässt sich da auch was mit Elternunabhängigem BAFoG machen.

Klar, mit 19 gerade mal die Realschule, ich wette, in diesem Alter haben deine Eltern schon richtig gearbeitet, andere haben da auch schon ihre Lehre fertig, von dieser Seite vielleicht schon irgendwo nachvollziehbar. In meinen Augen aber kein Grund, seinem Kind das Studium zu versagen, wenn es halbwegs erfolgversprechend aussieht.

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Gruß, Morienus


09.03.2008, 17:32
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Chemie Junior

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Beitrag Re: Chemielaborant -> Studium
spyfreak3000 hat geschrieben:
Hi,
Gibt es eventuell einen einfacheren Weg?


Ich stand 1972 mit 17 Jahren vor einer ähnlichen Entscheidung, ich hatte dann zunächst den Laborant gemacht, anschließend die FOS. Damals bestand die Möglichkeit bei sehr guten FOS-Zeugnis sogenannte Gesamthochschulen/Unis zu besuchen, wo man das fachgebundene Abitur bis zum 3. Semester nachholen musste/konnte wenn man Diplom-Chemie studieren wollte. Ich hatte während der Laborantenausbildung, der FOS und dann wieder ab dem 3. Semester zusätzlich gearbeitet. Mit 31 fing ich als promovierter Chemiker in der Großindustrie an.

Ein einfacher Weg? vergiß es.

Wenn Du das gleiche willst gehts nur mit Verzicht auf nahezu alles und unbarmherzigem büffeln. Mach Deinen Laborant und geh gleichzeitig aufs Abendgymnasium. Sag allen Freunden und Freundinen die das blöd finden tschüß. Informiere Dich über BAFÖG und nimm alles was Du bekommen kannst. Sieh zu, dass Du an der Uni frühzeitig einen Job als Hilfskraft bekommst. Das geht dann gut, wenn Du den Profs durch hervorragende Arbeit auffällst. Und sieh zu, dass Du spätestens mit 30/31 promoviert hast.

Zu schwierig, dann lass es. Probier CTA+FOS und geh anschließend zur FH, das ist streßfreier. Informier Dich aber vorher über die Stellenbeschreibung und werde Dir klar was Du von Deinem späteren Job erwartest. Und bevor ich falsch verstanden werde, der Abschluß bestimmt nicht Deinen Wert als Mensch, Deinen Wert als Arbeitskraft dagegen schon.

Gruß von Höllenstein

Edit:
Ich bin neu hier und gerade ein wenig am surfen. Mein Beitrag kommt reichlich spät, ich hab das erst jetzt gesehen. Na ja, vielleicht ist er ja für irgendwen noch interessant.


15.06.2008, 20:38
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Chemie Junior

Registriert: 08.03.2007, 07:41
Beiträge: 25
Beitrag 
ja, deutschland ist schon toll :D warum sollte sich einer für ein spezifisches studium nicht so qualifizieren dürfen, was das kostet und da könnte ja jeder ankommen und meinen, er wolle jetzt -einfach so- studieren und wie jeder andere leich bewertet werden, nur weil er glaubt, er hätte talent zu der einen oder anderen fachrichtung. :lol:

Ich meine, gymnasium sorgt schon für eine exquisite reife, da kann man auch gut nachvollziehen, dass man ab 30 gar keine unterstützung mehr bekommt, wenn man was anfangen will und nicht vorher alle schein hat, oder studierte. 8)

toll, toll, toll! :D

wer braucht schon bildung und kultur? zeitverschwendung! persönlichkeitsbildung und lebenserfahrung ist eh nur was für weltfremde intellektuelle und philosophische schwätzer. Hat onkel adolf schon gesagt. 8)


16.06.2008, 04:07
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Chemie Newbie

Registriert: 16.09.2008, 13:58
Beiträge: 1
Beitrag 
Ich selbst habe Realschulabschluss, habe dann eine Chemielaborantenausbildung gemacht und noch 2 Jahre gearbeitet. Jetzt mache ich gerade eine Weiterbildung zur Chemietechnikerin bei Fresenius. Das tolle daran ist, dass ich meine Fachhochschulreife gleich mitbekomme und dann direkt in das 5. Semester ins Ingenieurstudium dort einsteigen kann. Da das 5.Semester das Praxissemester ist und ich schon 2 Jahre Berufserfahrung habe, krieg ich das wahrscheinlich auch erlassen und muss dann nur noch das Hauptstudium + Diplomarbeit machen. Der Haken an der ganzen Sache ist, dass die Schule jeden Monat 250 Euro Schulgeld kostet. Dafür spar ich aber Zeit und dann rechnet sich das wieder.
Du kannst dort auch deinen CTA mit Fachhochschulreife machen. Ist aber auch nicht so billig. Ich glaub du kannst dann sogar dein Studium um ein Jahr verkürzen. Allerdings muss ich echt sagen, dass bei uns in der CTA Klasse echt die hälfte ziemliche Idioten sind. Wir haben ein paar Fächer mit denen zusammen Unterricht. Vielleicht gibts da bessere Schule als Fresenius, allerdings weiß ich nicht, ob du woanders den CTA aufs Studium angerechnet bekommst.
Ich hoffe, dass hilft dir vielleicht etwas weiter.


16.09.2008, 14:17
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