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 Wasserzersetzungsgerät 
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Chemie Junior

Registriert: 11.10.2008, 20:49
Beiträge: 6
Beitrag Wasserzersetzungsgerät
hey leuts


bin nicht neu hier, habe lediglich meinenbenutzernamen vergessen und habe mich nun neu angemeldet- egal... :roll:

also, ich bin gerade am tüfteln:

habe schon des öfteren einen wasserstoff-elektrolyseur gesehen
naja, eigentlich eine ganz simple vorrichtung:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/d ... pparat.png

nun, das würde ich nun gerne nachbauen
ich habe mich schon informiert und habe gelesen, dass man mindestens 1,6V dafür braucht, hier eben lieber etwas mehr, da die leitfähigkeit ja sehr schwanken kann, je nachdem

nun, was ich nicht verstehe:
Auf dem Hoffmannschen wasserzersetzungsapperat sind unten 2 Platinelektroden. was kann man dafür verwenden, damit ich es nachbauen kann, ohne mir da extra etwas zu kaufen? ganz normale, unter spannung stehende metallteile, die da unten wie eingezeichnet reinschauen?
und nochwas: destelliertes wasser leitet ja nicht. deshalb wird in der zeichnung schwefelsäure hinzugegeben. kann man da auch wieder etwas anderes verwenden?
will eben keine 80 euro ausgeben.

wäre nett, wenn ihr mir tipps geben könnt/helfen könnt oder vll sogar eine selbstbauanleidung für ein solches gerät gebt! Und ob es denn überhaupt mögich ist und was ich dafür brauche!
Danke!


11.10.2008, 21:01
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Chemie Freak

Registriert: 26.02.2008, 16:45
Beiträge: 672
Wohnort: Österreich
Beitrag 
Naja du kannst dir mal anhand der Spannungsreihe überlegen, was du da alles verwenden kannst außer platin, sonst zersetzt du dir am ende noch deine Kontakte;-)

Und zur Schwefelsäure: naja prinzipiell gehts hier auch wieder um die spannungsreihe, nicht destilliertes Wasser zB würde ja leiten, aber da entstehen dir ja ein haufen anderer Stoffe bevor du das Wasser zerlegst;-) womit wir wieder bei der Spannungsreihe wären...

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Ammoniumnnitrat: wenns in die Luft geht hat man wenigstens noch was zu Lachen!
roflBOA- This is where chemistry happens...


12.10.2008, 00:00
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Chemie God

Registriert: 14.12.2002, 16:03
Beiträge: 8690
Wohnort: Im Kaff Der Guten Hoffnung
Beitrag 
Als Elektroden funktionieret Edelstahl mit Kalilauge als Elektrolyt ganz gut.

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wie kann ich mich hier desintegrieren?


12.10.2008, 13:42
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Chemie Junior

Registriert: 11.10.2008, 20:49
Beiträge: 6
Beitrag 
ok, ich habe heute erste veruche geacht:

als elektrolyth eignet sich natron im wasser ganz gut.
zu den elektroden:
ich habe sie in ein ganz normales wasserglas gehoben, ich war überrascht, wie sehr das ganze blubbert :!: allerdings oxidierte die Anode (wo wasserstoff hochsprudelt) sehr schnell und schon nach kurzer zeit hatte sich der kupferdraht komplett aufgelöst und nix war mehr übrig :x
habe aber gelesen, dass sich fahradspeichen perfekt dafür eignen würden.

als stromquelle habe ich ein altes handy-ladegerät mit 12V und 300mA verwendet. das war der stärkste alte transformator den ich finden konnte. ein 4W Birnchen glüht damit nicht ganz auf voller stärke.


12.10.2008, 14:14
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Chemie God

Registriert: 14.12.2002, 16:03
Beiträge: 8690
Wohnort: Im Kaff Der Guten Hoffnung
Beitrag 
Da musst Du aber sehen, dass Du entweder im Bereich unter 300mA bleibst (Multimeter zur Hand???)
Sonst schaltet sich solch ein Netzteil möglicherweise "dauerhaft" ab.

Oder gleich ein größeres Netzteil (PC-Netzteil!) besorgen.

Wir haben im Forum schon etliches zu dem Thema, bitte auch dort suchen.

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12.10.2008, 14:36
Profil
Chemie Junior

Registriert: 11.10.2008, 20:49
Beiträge: 6
Beitrag 
Zitat:
Oder gleich ein größeres Netzteil (PC-Netzteil!) besorgen.

ich habe schonmal an einem laufenden netzteil gebrazelt bekommen, passiert ist nichts aber trotzdem muss man da sehr aufpassen oder?
wie kann ich da so ein netzteil anschließen? habe jede mange alte zur hand :twisted:
und wie schalte ich das ein? ist ja kein pc angeschlossen ;)


12.10.2008, 14:41
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Chemie Senior
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Registriert: 22.03.2007, 21:22
Beiträge: 260
Wohnort: NW-Schweiz
Beitrag 
Das Netzteil sollte sich selbst bei Stromzufuhr aus der Schweinchenbüchse einschalten..
Und weil das ja jede Menge Alte sind, die du zur Hand hast, würde ich vorschlagen, dass du einfach die jeweiligen Kontakte per Draht und Lötkolben-Lötzinn mit deinen Kath-/Anoden verbindest.
Am Schluss einstecken und biddöö säährr ;-)

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Aus Fehlern lernt man erst, wenn man sie als solche erkannt hat.

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12.10.2008, 14:44
Profil
Chemie Junior

Registriert: 11.10.2008, 20:49
Beiträge: 6
Beitrag 
Zitat:
Das Netzteil sollte sich selbst bei Stromzufuhr aus der Schweinchenbüchse einschalten..


:?:
ich soll das netzteil mit der steckdose verbinden und dann? mit dem lötkolben was darauf löten? ich habe ein 200w netzteil, brummt das dann die ganze zeit mit voller last durch? :shock:


edit:
ah, schweinchebüchse is die normale steckdose und löten soll ich am netzteil nix. nür den draht mit lötzinn besteichen, the, das ist eine gute idee!! :!:

ok, ich stelle jetzt gleich ein paar bilder von meinem netzteil rein. denn eines möchte ich noch wissen:
wenn das netzteil angeschlossen ist, woher bekomme ich dann den strom?! an einem 4-pol stecker?
stelle gleich noch bilder rein...


12.10.2008, 14:58
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Chemie Junior

Registriert: 11.10.2008, 20:49
Beiträge: 6
Beitrag 
ok, hier sind die bilder:
Bild vom netzteil
Bild von alles Kabelanschlüssen des netzteils (damit ich weiß, woher ich den strom anzapfen soll- und wie)


12.10.2008, 15:35
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Chemie Senior
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Registriert: 22.03.2007, 21:22
Beiträge: 260
Wohnort: NW-Schweiz
Beitrag 
Also, unter Netzteil hatte ich mir eher so was vorgestellt:
Bild
Da hätte man dann Eingang und Ausgang schön aussortiert und müsste nur noch das Ausgangskabel strippen, und dann Stecker aus der Büchse und jeweils die Drähte ranlöten - oder direkt das gestrippte Kabel an deine Zelle anschliessen.
Stecker wieder rein und es sollte gehen.

Ausser mit dem Output, fällt mir grad auf. Bei mir steht unter Output nämlich auf dem Teil drauf:
19V Gleichstrom mit 3.6A

Aber da kann dann wieder der Desi helfen, net wahr :D

P.S. Alles rein theoretisch und hypothetisch. Ich habe nix gross Ahnung von Elektrokinetik und auch nicht wirklich mit Elektrolyse. Spannungsreihe? Kein Plan.

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12.10.2008, 21:03
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Chemie God
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Beiträge: 1281
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Beitrag 
Hi,

also das mit dem PC-NT ist ganz einfach.. du kannst es sogar so verwenden ohne es aufzuschrauben (ist sogar besser wegen der Berührungsgefahr)
die 4-Pol stecker für die PC-Laufwerke haben die Farbcodierung: Gelb +12V, Rot +5V, Schwarz Masse (Minuspol)...

zum einschalten von ATX-Netzteilen: du steckst einen Draht in den 20Pol-Stecker (oder 24Pol bei ATX2.0) zwischen dem Grünen Kabel und einem Schwarzen Kabel...

Grün ist die "Power-ON" Leitung, wenn du die gegen Masse (Schwarz) brückst, geht das NT an.

Guck hier mal nach...

mfg

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Das kann ja wohl nicht Warstein, da könnte ja Jever kommen, ich glaub bei mir Hakebeckst! Prost!
mfg Tobi


12.10.2008, 21:08
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Chemie Junior

Registriert: 11.10.2008, 20:49
Beiträge: 6
Beitrag 
sry, jonnte die letzten tage nicht online kommen.

aber echt danke, ihr habt mir wirklich weitergeholfen!
ich habe zwar im internet gsucht und habe auch einiges zum umbauen eines pc-netzteils gefunden (zb modellbauforen) die sind aber alle nicht so sehr ins deteil gegangen.
meine kumpels meinten schon, dass das nicht gehen würde, ohne ein pc anzuschließen und wenn, dass würde der ja gleich abstürzen.
aber ich habe immer an euch geglaubt, danke :!: :D

probiers gleich morgen aus und schreibe dann, wenn ich zeit habe und bis dahi nicht gegrillt bin :twisted: :wink:


17.10.2008, 20:46
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Chemie God
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Registriert: 08.09.2006, 22:26
Beiträge: 1281
Wohnort: Hannover
Beitrag 
achso, eins noch: lass das PC-Netzteil besser nie ohne eine Last (d.h. einen "Verbraucher") laufen, das mögen die Schaltnetzteile nicht so gerne. Ist zwar nicht gesagt, dass es dann kaputt geht, aber es ist trotzdem möglich...

mfg

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mfg Tobi


18.10.2008, 08:03
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Chemie God

Registriert: 14.12.2002, 16:03
Beiträge: 8690
Wohnort: Im Kaff Der Guten Hoffnung
Beitrag 
Wenn man immer gewährleisten kann, dass man ein PC-Netzteil mit
der Last (hier Elektrolysezelle) verbunden hat,
kann man eine Grundlast auch weglassen. Das verbrät dann keine Leistung
unnütz in Wärme.
Man muss also immer vor dem Einschalten die Verbindung herstellen und
vor Änderungen am Aufbau das Netzteil abschalten.

Tipps:
Wenn die Erzeugung von Wasserstoff dazu dienen soll, Knallgas zu
erzeugen, kann man auch Wechselstrom nehmen. Dann nimmt man sich
einen einfachen Transformator und verzichtet auf die Gleichrichtung der
Elektronen.

Man erhält dann automatisch die richtige Gasmischung.
Einschränkung hierbei:
Es müssen beide Elektroden Korrosionsfest sein, da durch Wechselstrom
beide Elektroden auch immer als Anode fungieren.

Wenn man im laufenden Elektrolysebetrieb eine Elektrode aus einer
Flüssigkeitsoberfläche zieht, kann es ebenfalls zu Funkenbildungen
kommen. Sollte hier solch ein Funke eben erzeugtes Gas zünden können,
kann die gesamte Anlage in die Luft fliegen.

Mir ist dadurch mal bei der Elektrolyse von Seifenwasser
(Wasserstoff im Schaum) eine nette Menge Schaum vorzeitig abgebrannt. *Wuff*

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18.10.2008, 09:02
Profil
Chemie Junior

Registriert: 24.11.2008, 09:33
Beiträge: 3
Beitrag 
Hallo
Ich habe kürzlich einen Elektrolyseur gebastelt:
http://elektrolyse.at.tf
Wolfgang


24.11.2008, 10:12
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