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Unbeantwortete Themen | Aktive Themen
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CineX
Chemie Junior
Registriert: 06.12.2009, 14:53 Beiträge: 18
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 Keramik als ÖL Additiv?
Hallo,
immer wieder lese ich von Additiven welche Öl zugegeben werden können um einen Schutzfilm aus Keramik auf Metalloberflächen zu erzeugen. Das ganze gibts Für Motorenöl und auch als Spray zum Auftragen auf diverse Metallteile. Für den Laien klingt die Beschreibung und die Wirkungsweise einleuchtend und klar verständlich. Die Partikel sollen sich auf die Metalloberfläche anlagern um eine Keramik/Keramik Reibung anstelle einer Metall/Metall Reibung zu erzeugen. Quasi die Metalloberfläche schützen. Aber funktioniert das wirklich? Und was mich noch viel mehr interessiert: Wenn solche Partikel im Öl umherschwirren, wirken die nicht eher wie schleifpapier? Auf der anderen Seite ist so eine Keramikbeschichtung natürlich sehr verschleißfest. Von dem Standpunkt betrachtet wäre also ein nachträglicher Keramikschutz bestimmt nicht falsch. Und wenn ich weiter überlege gibt es ja auch Trockenschmierstoffe z.B. Graphitspray.
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| 12.05.2010, 09:39 |
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Funktionskeramik
Chemie Freak
Registriert: 08.10.2006, 12:12 Beiträge: 773
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 Re: Keramik als ÖL Additiv?
Wenn die Keramikpartikel zu groß sind, wirken sie tatsächlich wie Schleifpapier. Zudem ist die Form der Teilchen wichtig. Für Schmierzwecke werden sphärische Teilchen bevorzugt. Im Motorenbereich muss die Keramik zudem temperaturstabil sein, weswegen bspw. MoS zum Einsatz kommt. Graphit 'schmiert' aufgrund dessen Eigenheit, als planare Schichten vorzuliegen. Damit können diese Schichten leicht gegeneinander verschoben werden...
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| 12.05.2010, 16:25 |
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CineX
Chemie Junior
Registriert: 06.12.2009, 14:53 Beiträge: 18
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 Re: Keramik als ÖL Additiv?
Hallo,
aha, dann sind diese MoS Sprays bzw. Öl additive kein Marketing Gag sondern funktioniert tatsächlich. Dann kann ich ja im prinzip diese MoS Sprays bedenkenlos verwenden ohne Angst haben zu müssen, dass ich mir mechanische Teile zerstöre, oder?
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| 12.05.2010, 19:34 |
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Funktionskeramik
Chemie Freak
Registriert: 08.10.2006, 12:12 Beiträge: 773
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 Re: Keramik als ÖL Additiv?
Es kommt darauf an für was! Welche Metalle werden denn behandelt? In einigen Fällen braucht es nur das richtige Öl (mit der richtigen Viskosität) - denn dementsprechend stellt sich eine jeweilige Ölfilmdicke ein, welche optimal für dein Zweck ist/sein kann. Andererseits spielt die Schergeschwindigkeit ebenso eine Rolle - je höher, umso niederviskoser muss das Öl sein, damit der Film nicht abreisst. MoS hilft hier, ein wenig zu 'vermitteln'... Es gibt aber auch Metalllager, bei denen dürfen solche Schmierhilfsstoffe nicht verwendet werden, da der 'Abrieb' selbst für die Schmierung sorgt...
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| 13.05.2010, 08:49 |
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CineX
Chemie Junior
Registriert: 06.12.2009, 14:53 Beiträge: 18
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 Re: Keramik als ÖL Additiv?
Hallo,
dachte eigentlich an den Einsatz in Sicherheitsschlössern. Von Graphitspray wird immer mehr abgeraten, da die Mechanik immer feiner wird. Dachte, dass hier eine Schutzschicht aus Keramikpartikel evtl. ideal wäre. Hätte auch im Gegensatz zum Öl den Vorteil, dass der Schlüssel nicht ölig wird. Keramiken sollen sich ja wunderbar an Metalloberflächen anhaften und dort eine sehr harte Schutzschicht bilden. Also dachte ich, dass der Einsatz hier evtl. von Vorteil wäre. Die Schließzylinder bestehen aus diversen Metallen. Schlüssel meist eine "Neusilber" Legierung und Zylinder + Stifte aus Messing.
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| 13.05.2010, 16:15 |
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Funktionskeramik
Chemie Freak
Registriert: 08.10.2006, 12:12 Beiträge: 773
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 Re: Keramik als ÖL Additiv?
Einfach nur ein Keramikpulver stelle ich mir ebenso problematisch vor. Etwas Öl muss schon sein. Bei derart 'weichen' Metallen wie Messing oder die Neusilberlegierung bleibt nur Graphit - oder evtl. Bornitrit (BN). Denn ein zu harte Keramikpartikel werden nur in das weiche Material eingedrückt, womit die Gleitwirkung wieder vernichtet wird. Was eher Sinn machen würde, wäre etwas auf Polymerbasis - möglicherweise mit PTFE?
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| 15.05.2010, 17:48 |
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CineX
Chemie Junior
Registriert: 06.12.2009, 14:53 Beiträge: 18
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 Re: Keramik als ÖL Additiv?
Wenn ich recht überlege sind doch die Graphit Partikel auch relativ klein, so dass das Schloss doch eigentlich nicht blockiert werden dürfte. Wäre denn eine Kombination aus Graphit und Öl sinnvoll? Also ein Graphitöl? Dann wäre die Gefahr des Verklumpens ja eigentlich ausgeschlossen, wenn die feinen Partikel bereits im Öl "gelagert" sind.
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| 16.05.2010, 18:22 |
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Funktionskeramik
Chemie Freak
Registriert: 08.10.2006, 12:12 Beiträge: 773
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 Re: Keramik als ÖL Additiv?
Prinzipiell ist so eine Öl/Graphit-Lösung vorteilhaft. Nur das Mischungsverhältnis muss stimmen. Zuviel C und es bleibt ein Trockenschmiermittel. Zuviel Öl und das C hat faktisch keine Wirkung. Einfach nur das C ins Öl ist aber auch nur eine provisorische Lösung. Es gilt den Kohlenstoff so im Öl zu verteilen, dass dieser sich nicht darin absetzt oder aufschwemmt. Zudem sollte man das mit dem Verklumpen nicht unterschätzen - je feiner der Graphit , umso eher die Tendenz zum Agglomerieren. Und das ist der Grund, warum man für kommerzielle Produkte soviel zahlt - es ist die Auswahl des Öls / der Öle, der Schmierstoffe, Emulgatoren, Stabilisatoren etc etc was die Produkte so kompliziert und teuer macht...
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| 16.05.2010, 19:49 |
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CineX
Chemie Junior
Registriert: 06.12.2009, 14:53 Beiträge: 18
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 Re: Keramik als ÖL Additiv?
Vielen Dank, hätte da sowieso dann ein fertiges Öl gekauft. Dann kann ich das ja mal eine gewisse Zeit an einem Testschloss testen, ob es verklumpt oder nicht. Das kann ich dann zur Not öffnen und Reinigen, falls es nicht funktioniert. 100ml von dem Öl kosten ca. 5€ habe ich gesehen. Das geht, denn so große Mengen passen nicht ins Schloss 
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| 17.05.2010, 05:17 |
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