aus gegebenem anlass, und weils allgemein interessant sein koennte aus einer PN an mich :
Zitat:
(...) Es geht um eine Teilreduzierung am Ende soll TiOx entstehen. Jenach Teilreduzierung sollte ein Mixconducter mit Protonen und Elektronenleitfähigkeit entstehen.
Bei welcher Temperatur beginnt eine Teilreduzierung?
Mich interessieren die Quantenmechanischen Vorgänge. Ich such nach Literatur. Kennst du was in der Richtung?
Das TiO2 liegt als Anatas 5nm vor. Ich suche ein Phasendiagramm bei welchen Temperaturen sich Teilreduziertes Antatas in Rutil umwandelt. (..)
aus meiner antwort:
(..)
titan tut dir nicht den gefallen sich so zu verhalten wie es dir vorschwebt
TiO
2 + H
2 --> TiO + H
2O funzt nicht
stattdessen: TiO
2 + 3 H
2 --> TiH
2 + 2 H
2O, weil eventuell lokal gebildete 2,3 molekuelchen "TiO" schneller zum hydrid weiter reagieren als "frisches" TiO
2 "angeknabbert" wird. du hast keine chance auch nur elektronisch-dotierungsmaessig da relevante stationaere konzentrationen zu erzeugen, vergiss es
http://www.seilnacht.com/Lexikon/22Titan.htminsofern gibt es eben auch keine zugehoerige temperatur, weil die von dir postulierte teilreduzierung als prozess eben nicht existent ist, wenn denn ueberhaupt freies TiO auftritt und das ganze nicht eh in irgendwelchen hydridclustern ablaeuft
alle mir bekannte lliteratur widerspricht also dem von dir gesuchten prozess
wenn du da ne halbwegs relevante dotierung haben willst wirst du dir TiO auf dem von mir beschriebenen weg herstellen muessen, und das dann irgendwie mit TiO
2 zusammenbringen, anders sehe ich da keine chance.
wg. anatas / rutil: zu "teilreduziertem" anatas wirst du aus den o.g. gruenden nix finden, mal ganz abgesehen davon dass sich diese spezies sellbst hypothetisch auch nicht in rutil umwandeln koennte: TiO
2-x (in anatasartiger geometrie) --> TiO
2 (rutil-geometrie) geht eben nur unter sauerstoff-zufuhr
die umwandlung von "normalem" anatas in rutil geschieht bei > 915°C
eine anmerkung zum projekt als solchem: voraussetzung fuer das funktionieren des systems ist, dass die beiden oxide sich ueberhaupt homogen mischen, und nicht , wie z.b. messing, microskopisch inhomogen werden und in bereiche von "reinem" Ti, TiO-artigen lokalen strukturen und TiO2 kristall, ungestoert, zerfallen
die literaturbekannte tatsache dass TiO eine nicht-stoechiometrische verbindung ist laesst in dieser hinsicht einiges an ueberraschungen erwarten
gruss
ingo