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 schlafstörungen hilfeeeeeeeeeeeeeeeeee PLZ!! 
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Chemie God

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In der 3. Welt kam Thalidomid auch regelmäßig zum Einsatz.
Mit großen bildlichen Aufdrucken (wegen Analphabetismus),
das Zeug nicht "mit Kind im Bauch" zu nehmen.

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wie kann ich mich hier desintegrieren?


16.10.2007, 08:59
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Chemie God
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Ich denk mal die Frage bezüglich Schlafstörungen war meine :wink: (btw.: Diazepam hilft immer noch nich, is nu aber anders gelöst)

zu den meds kann ich jetzt weiter nix sagen, da ich mich mit beiden nich wirklich auskenne und sie nie genommen habe.

Meine momentan Behandlung (mit der ich recht zufrieden bin) sieht folgendermaßen aus:

Modafinil (Vigil) 3*100 mg täglich (hilft gegen tagesmüdigkeit, die ich sonst meist mit 20 Espresso am Tag bekämpft habe) hält mich üblicherweise 48 stunden wach ohne das ich probleme mit Müdigkeit habe und auch nich das Gefühl hab das meine Leistungsfähigkeit nachlässt, wenn überhaupt is die erhöht.
Nach etwa 48 Stunden (kann man recht einfach um -6 bis +24 stunden verändern) schlaf ich recht angenehm für ziemlich genau 8 Stunden (wieder einschlafen is dann aber auch ziemlich unmöglich)

Nebenbei auch den ganz angenehmen Effekt, das es kein Amphetamin is und ich deswegen nich permanent nen Wisch mit mir rumschleppen muss warum ich Amph's dabei hab/nehme.

und ja, nen schlaflabor sollte schon drin sein (der erste arzt bei dem ich war hat mich da beim 2ten besuch hingeschickt, hat zwar nicht geholfen aber macht ja nix).

Aber wie gesagt wurde, des hier ersetzt keinen Arzt, also ab zum Arzt (und dann auch mal zu nem bisschen besseren, wenn ich so mitkriege zu was für ärzten manche leute gehen und anschließend da nochmal hingehen :shock: )

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mfg.

C8H10N4O2


17.10.2007, 11:50
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Chemie God
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@koffein

Heißt das, dass du 2 Tag wach bist und dann erst wieder pennen gehst?
Sehr gesund hört sich das nicht an :shock:

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17.10.2007, 13:55
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Chemie God
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@ammo: ich bin mit oder ohne den meds 2 tage (teilweise auch mal 3 oder 4) am stück wach, mit den meds bin ich zumin wirklich wach und Leistungsfähig und aus bisher unbekannten Gründen soll Modafinil in soweit in den Schlafzyklus eingreifen, dass 8 stunden schlafen alle 48 stunden keine langfristigen Nebenwirkungen hat, bzw. den normalen Schlafrhythmus gegen diesen problemlos eintauschen soll (kein Schlafdefizit).

und es is ja nich so als wäre das med gestern aufn markt gekommen (gibbet seit 30 jahren)

und glaub mir, vernünftig alle 48 stunden zu schlafen ist deutlich besser als solange wach zu sein, bis der Körper nicht mehr kann und man im Grunde nen Koma-schlaf hat. (bleib mal etwa 4-5 tage am stück wach, dann klappste zusammen und schläfst für etwa 16-32 stunden, ja ich habs geschaft 32 stunden zu schlafen (waren aber deutlich mehr als 7 tage))

Zumal Schlafentzug weh tut (vor allem den Augen, besonders tagsüber, kannst die auge noch so lange zumachen, schläfst halt einfach nicht)

es ist ja nicht so, dass man nicht müde ist, nachn paar tagen haste kaum noch lust dich zu bewegen und schleif dich dann mal in die Uni um nen ganzen Tag im Labor zu verbringen.

Grundsätzlich siehst so aus:
du bist müde permanent, es wird mit jeder wachen Minute unangenehmer, du kannst aber so ziemlich alles versuchen was du willst um einzuschlafen, es wird meistens nicht helfen (chemisch induziertes Koma funktioniert, ist aber nicht gerade ungefährlich -> Gefahr des Erstickungstodes), und nur weil du permanent müde bist heißt es ja nicht das du sonst nix mehr zu tun hast, des leben geht weiter, du hast Termine etc. im Endeffekt endet es dann damit, dass man permanent aufputsch mittel nimmt, um zumin den tag zu überstehen (2-3 gram Koffein, is nen normales Frühstück), wenns nen weiterer Tag im Labor war und nicht nur Vorlesungen, mussten auch härtere Aufputschmittel her (Problem dabei, es müssen welche sein, die du legal nehmen darfst) demzufolge habsch dann Ephedrin genommen (Aspirin Komplex 2 Beutel oder direkt Ephedrin-hydrochlorid), denn es gibt nicht wirklich viel gefährlicheres als unkonzentriert, scheintot mit Chemikalien zu arbeiten. Ephedrin hilft da halt, es ist extrem konzentrationsfördernd und leistungssteigernd, verursacht aber keine direkten Nebenwirkungen die dem arbeiten gefährlich werden könnten (also keine hallus etc, häufigste nebenwirkung isn erhöhter Puls/Blutdruck.
Sowie natürlich der zustand, dass abends wenn die Wirkung nachlässt man sich noch kaputter fühlt als der Körper eigentlich sowieso scho ist.

Ich hatte nen Ruhepuls von nem Hochleistungssportler während des Trainings (Ruhepuls lag durchschnittlich bei etwa 120-140).

seit dem ich Vigil nehme, hab ich noch kein Ephedrin genommen, mein Kaffee konsum hat sich halbiert (ich mochte kaffee scho vor meinen schlafstörungen, halt nur deutlich erhöht wegen dem coffein bedarf), ich schlafe regelmäßig/planbar (nachts und nicht wenn ich einfach zusammenbreche und dann weg vom fenster bin, was üblicherweise tagsüber gewesen ist, teilweise bin ich dann um 12 uhr mittags eingeschlafen) und es tut nicht mehr weh

und jetzt die Einschätzung was gesünder ist:

ein Medikament, was meinen Schlaf regelt und mich 48 stunden wach hält

oder eine Kombination aus:

wach sein bis zur totalen Erschöpfung gepaart mit Aufputschmitteln aller Art, damit zumin die Leistungsfähigkeit erhalten bleibt (an die Schmerzen gewöhnt man sich, irgendwann isses nen Normalzustand und man hört auf Schmerzmittel zu nehmen, da die meisten eh nicht helfen) zusammen mit einem stark erhöhten Herzinfarkt risiko durch die Dauerbelastung des Körpers auf Grund von Schlafmangel und extrem hohem Puls/Blutdruck

Mal abgesehen davon, das Ernährung auchn Problem darstellt, wer isst schon gerne wenn er extrem müde ist ? Problematisch wirds durch den hohen puls/erhöhten Energieumsatz durch die Aufputschmittel.

Teilweise isst man tagelang nichts und zwingt sich dann von zeit zu zeit zumin. mal ne Vitamin-Lösung zu trinken, damit es nich zu Mangelerscheinungen kommt.

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mfg.

C8H10N4O2


18.10.2007, 14:05
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Chemie God
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Was du da beschreibst, sehe ich schon als ein Dahinsiechen an :shock:

Ich meine tagelang nichts essen, ab und zu brichst du zusammen, Abhängigkeit von Aufputschmittel, schmerzen.... Das hört sich fast schon an, als wäre jede Minute eine Quall die du so lebst. Und dann gehst du noch zur Uni. Und du hast 34 Stunden am Stück gepennt? Das stell ich mir komisch vor. Du pennst ein (bzw. brichst zusammen) und wachst auf und guckst auf die Uhr und denkst im ersten Moment du hättest 8 Stunden geschlafen. Nur das Datum ist was komisch Oo.

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18.10.2007, 17:22
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Chemie God
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wie gesagt, Modafinil is sehr sehr angenehm, seit dem ich es nehme habsch keine Probleme mehr. Gut der Aufputschmittel Entzug war jetzt nicht das angenehmste (Ephedrin kann mistich werden, vor allem die extrem üble Laune für nen paar Tage zusammen mit den Kopfschmerzen).

Ich würds nicht wirklich ne Abhängigkeit nennen, ich hatte ja keine größeren Probleme damit aufzuhören, war nen Mittel zum zweck und damit hatte es sich, da die Ursache wegfiel, bestand die Notwendigkeit nicht mehr (mal abgesehen das Ephedrin auch nicht gerade die günstigste Wahl ist, dank der netten Übersorge des Staates (beide alternativen sind nicht wirklich günstig, Aspirin Komplex zählt nicht gerade zu den günstigen Medikamenten, ne Packung reicht schließlich nur 5 Tage und Ephedrin-hydrochlorid reinst bzw. ph.Eur. is dank der Gesetzeslage auch nicht mehr einfach/legal zu bekommen.))

Schmerzen die durch Überstimulation hervorgerufen werden (Augen fangen schon ziemlich extrem zu brennen na, mal abgesehen davon das sie permanent Rot sind und jucken und halt Muskeln, die kriegen schließlich auch keine richtige Ruhe)

Zusammen brechen isn bisschen übertrieben, ich bin noch nirgends irgendwo einfach mal umgekippt, ich habs bis jetzt immer in mein Bettchen geschafft.

Aber du legst dich hin und bist sofort weg und es ist auch ziemlich unmöglich mich zu wecken, bzw. wenn man es denn schaft bin ich extremst schlecht gelaunt, total übermüdet und schlaf meist innerhalb von 1-2 min wieder ein.

Natürlich bin ich dann noch zur Uni gegangen, ob ich nun zuhause rum vegetiere oder was sinnvolles mache. Kann ja net Monate lang zuhause sein (Probleme hatte ich scho recht lange, so etwa 2-3 Jahre, anfangs nich weiter schlimm ab und zu mal nen Tag länger wach als normal aber hielt sich in Grenzen, irgendwann wurds dann halt kritisch, wenn man wirklich mal ne Woche lang nicht eingeschlafen ist.)

Tage lang nix essen bezieht sich auf Zweiträume von immer so 1-2 Tagen, mit dann immer mal einer Unterbrechung, wenn man in der Uni is und dann halt mitgeht zum essen, hat zwar nich wirklich lust dazu, aber warum sollte man dann dämlich irgendwo rumsitzen und warten.

Es war unangenehm, aber nicht wirklich qualvoll, wie gesagt man gewöhnt sich dran das die Augen weh tun, für die Muskelprobleme lässt man sich massieren, des hilft recht gut.

und wie mir gerade aufgefallen ist, mein Muskelzittern hat deutlich nachgelassen (was wohl daran liegen dürfte das Ephedrin komplett weg ist und meine Coffein einfuhr drastisch geringer ist, nehme nun üblicherweise die normalen Kaffeesorten und entscheide nicht mehr anhand des Coffeingehalts. denk mal mein coffeinkonsum is von etwa 4-5 gram am Tag auf vielleicht 1-2 gram gesunken (Tasse liegt bei 0,2 gram, ne Kanne am Tag entspricht etwa 10 Tassen also dürften 2 Gram wohl recht gut hinkommen, wohl gemerkt, ich trink selten kannenkaffe, meist entweder Senseo (geht schneller oder direkt nen Cappuccino etc. aussa Espressomachine).

kleine Randinfo: den Grund für meine Schlafstörungen hat bis heute noch kein Arzt gefunden

So und nu is zeit zu schlafen, werd müde, was nun tatsächlich mal bedeutet zeit schlafen zu gehen (und schlafen zu können).

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mfg.

C8H10N4O2


18.10.2007, 18:37
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Chemie God

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unter anderem sowas scheinen leute zu sein, die einem morgens auf der falschen spur entgegenkommen.
wenn die dann "angelichthupt" werden, gucken die einen dann noch blöde an.
("wassnlooos? wiesoooh")

sowas würde ich als rollende zeitbombe bezeichnen. ich hoff ja mal, dass du kein auto fährst.

aber ich find schon erstaunlich wie frei manche über ihre med. probleme reden (oder schreiben)

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18.10.2007, 21:51
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Chemie God
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Desinfector hat geschrieben:
unter anderem sowas scheinen leute zu sein, die einem morgens auf der falschen spur entgegenkommen.
wenn die dann "angelichthupt" werden, gucken die einen dann noch blöde an.
("wassnlooos? wiesoooh")

sowas würde ich als rollende zeitbombe bezeichnen. ich hoff ja mal, dass du kein auto fährst.

aber ich find schon erstaunlich wie frei manche über ihre med. probleme reden (oder schreiben)


Ich fahre Auto, allerdings verhältnismäßig wenig (versuch mal nen parkplatz anna uni zu finden) und ich möchte anmerken das ich bis jetzt nur 2 mal ne strafe zahlen musste, einmal nen bissl zu schnell, einmal falsch parken (bzw. richtig parken, aber vergessen so nen ticket zu lösen).

und nein ich bin noch nicht in die falsche Richtung gefahren (ich frag mich auch immer noch wie man das hinbekommt falsch auf eine autobahn zu kommen).

und mit den aufputsch meds, is die Gefährdung nicht weiter groß (zumin. die die ich genommen hab, man wird ja keinen kaffee trinkern verbieten auto zu fahren und aspirin komplex isn mittel gegen ne erkältung und die packungsbeilage sieht auch keinen grund das fahren zu unterlassen)

beide substanzen erhöhen die konzentration/leistungsfähigkeit, wenn überhaupt was passiert, dann höchstens das du schneller als normal reagierst.

btw.: ich fahre nur wenn ich wach bin, was meist nachm aufwachen der Fall ist und mit modaf. darf ich so viel Auto fahren wie ich will.

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mfg.

C8H10N4O2


19.10.2007, 10:02
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Chemie Junior

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danke für alle antworten,
tut mir leid das ich in letzter zeit nichts mehr gepostet habe, das liegt daran das mein freund aus seinem urlaub wieder da ist, und er mittlerweile denkt, dass er eine bipolare störung hat.


30.10.2007, 15:27
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*Thread ausbuddel*

Desinfector hat geschrieben:
In der 3. Welt kam Thalidomid auch regelmäßig zum Einsatz.
Mit großen bildlichen Aufdrucken (wegen Analphabetismus),
das Zeug nicht "mit Kind im Bauch" zu nehmen.


Ich hab neulich erfahren, daß das Zeug teilweise gerade deshalb von Schwangeren genommen wurde, weil sie es für ein Mittel zur Empfängnisverhütung/Abtreibung/"Pille danach" gehalten haben. :knockout:

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Gruß, Morienus


09.11.2007, 16:13
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Chemie God
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...so gesehen kann mans doch auch dafür verwenden... :twisted: :twisted: :twisted: :mrgreen:

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Das kann ja wohl nicht Warstein, da könnte ja Jever kommen, ich glaub bei mir Hakebeckst! Prost!
mfg Tobi


09.11.2007, 16:57
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Chemie Junior

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Ich habe eine Frage: Wie kann man sich denn mit Kaffee, also mit Koffein munter machen? Chemisch gesehen verhindert Koffein lediglich den Schlaf. Wenn man wach ist, dann verhindert das Koffein, daß die Schlafhormone wie Melatonin, an die Rezeptoren andocken. Das heißt, wer wach ist und immer wieder Koffein nimmt, kann damit verhindern einzuschlafen. Aber aufmuntern ist etwas ganz anderes. Wenn ich müde bin und Kaffee trinke, dann bleibe ich so müde wie vorher. Der Unterschied ist nur der, wenn ich mich hinlege, dann kann ich nicht einschlafen. Aus meiner Sicht ist Koffein eine lausige Substanz, die für mich vollkommen unnütz ist. Es fällt mir schwer zu verstehen, wie es manche Menschen "wachmachen" kann. Vielleicht kann mir das jemand erklären.

Zum Schlafen selbst: Ich habe selbst ab und an Schlafprobleme. Als erste Wahl versuche ich mich mich mit autogenem Training oder progressive Entspannung (also erst alle Muskeln fest anspannen und dann entspannen). Gut ist auch die Siva Mind Methode. Hierbei liegt man genau wie bei den obigen Entspannungstechniken auf dem Rücken und schließt die Augen. Dann schaut man (mit geschlossenen Augen) um ca. 45 Grad nach oben. Das soll die Gehirnwellen dazu veranlassen jene Wellen zu produzieren, welche gewöhnlich in einem Zwischenzustand zwischen Schlafen und Wachsein gebildet werden. Dann zählt man von 50 oder von 100 (je nach dem wie schnell man zählt) an rückwärts bis 0. Meistens schlafe ich während des zählens ein.
Mit Baldrian und anderen pflanzlichen Medikamenten habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Sie haben sich als unwirksam erwiesen. Das kann ich nicht mit gutem Gewissen empfehlen, auch, wenn es wirklich Leute geben soll, welchen das gut hilft.
Als ultima ratio nehme ich Diazepam. Meist hilft mir schon eine Vierteltablette. Die Dosis sollte aber jeder selbst nach Empfindlichkeit und Gewicht und Magenfüllmenge abwägen. Es ist wichtig, dieses Medikament nicht länger als drei Tage zu nehmen, da man sonst in der vierten Nacht gerantiert kein Auge zubekommt. Empfehlenswert ist auch Tetrazepam. Das entspannt die Muskeln und wirkt nicht primär durch das Zentralnervensystem, auch, wenn es natürlich, ebenso wie Diazepam, ein Benzodiazepin ist, sondern durch die Muskeln selbst. Eine etwas leichtere Variante des Tetrazepams ist Ortoton. Jedoch muß ich anmerken, daß Ortoton schwer zu schlucken ist, da es sehr große Tabletten sind, die zudem besonders bitter schmecken.

Zum Thema Arzt: Sehr sehr viele Ärzte sind zum Thema Schlafprobleme ratlos. Sie können einem nicht helfen. Es nützt nichts alle Ärzte der Stadt abzugrasen. Das ist unsinnig. Der Apotheker kann noch weniger helfen, da er nur pflanzliche Medikamente hat sowie solche Schlafpillen, die lediglich leicht schlaffördernd sind. Also wirklich die schlechteste Adresse. Diphenhydramin könnte vielleicht eine Ausnahme bilden. Diese Substanz wird teils als Schlafmittel (Halbmondtabletten) und teils als Anti-Übelkeits-Mittel (Emesan, Vomex) angeboten. Allerdings ist es ratsam nicht nach dem Schlafmittel Halbmond in der Apotheke zu fragen, da meiste großes Gemecker seitens der Apotheker/in folgt. Manche Apotheker geben es auch überhaupt nicht heraus, weil sie befürchten, daß der Kunde ein Drogendealer oder ein Süchtiger ist. Das ist kein Witz. Es wurde mir oft erzählt. Klüger ist es nach Emesan oder Vomex zu fragen.

Ich hoffe, ich konnte etwas weiterhelfen :wink:

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27.02.2008, 17:15
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Chemie Junior

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Ich habe gerade eine Experimantierzeit mit Stiefmütterchen laufen. Diese netten Blümchen sind tatsächlich schlaffördernd. Eine bis drei Stiefmütterchen-Blütenblätter wirken entspannend und ziehen einem wunderbar die Augenlieder zu.

Das / die Blütenblätter nimmt man in den Mund und beißt mit den Schneidezähnen einige Male darauf herum und schluckt sie dann mit einem großen Schluck Wasser hinunter. Bis zur Wirkungsentfaltung vergehen ca. 30 bis 45 min.

In der Apotheke wird Stiefmütterchenkrauttee günstig und rezeptfrei angeboten. Offenbar wurde hierbei die komplette Pflanze verarbeitet. Entsprechend wenige Blütenblätter sind enthalten. Ob die anderen Pflanzenteile auch schlaffördernd wirken, muß ich noch austesten.

Die Dosis richtet sich nach Körpervolumen, also kg und Fettanteil. Die meisten, so auch diese, Pflanzenwirkstoffe und Alkaloide sind fettlöslich. Das bedeutet, wer einen verhältnismäßig hohen Körperfettanteil hat, muß höchstwahrscheinlich höher dosieren als magere Menschen. Möglicherweise benötigen Frauen eine geringere Dosis als Männer. Wichtig ist auch die Toleranz (falls vorhanden) zu Benzodiazepinen. Alle diese schlaffördernden Stoffe wirken auf den Benzodiazepin-Rezeptor ein, sogar Kamille, Baldrian und Co. Je höher die Toleranz, desto höher die Dosis.

Ich möchte unbedingt anmerken, daß meine Studie noch in den Kinderschuhen steckt, ich also noch wenig Erfahrungswerte besitze, außer die, die ich an mich selbst getestet habe. Ganz dringend möchte ich davor warnen als erste Dosis gleich mit vielen Blütenblättern anzufangen. Ich weiß nicht, ob dies nicht in irgendeiner Weise schädlich sein könnte. Deshalb, wer es ausprobieren möchte, langsam herantasten. Idealerweise fängt man mit einem Blütenblatt an und steigert sich dann.

Auch fiel mir auf, daß die Blütenblätter eine kleine Benzodiazepindosis wirkungsvoll verstärken. Diese beiden Stoffe "arbeiten" also gut zusammen.

Noch etwas: Benzodiazepine sind für viele (unwissende) Menschen, die Chemiepille schlechthin. Bullshit! Diazepam ist rein pflanzlich. Enthalten ist dieser Stoff in Kleinstmengen in Salat und Kartoffeln. Natürlich wird viel Diazepam für die Pharmakonzerne chemisch nachgebaut, obwohl es sicher auch welche gibt, die wirklich rein aus Pflanzen hergestellt sind. Welche das nun sind und worin sie sich von den chemisch hergestellten unterscheiden, weiß ich leider nicht. Diese Info brachte mich einfach zum Schmunzeln, weil kaum einer glauben mag, daß Diazepam im Grunde rein pflanzlich ist. Ich denke, daß es sicher eine ganz bestimmte Pflanze gibt, die besonders viel Diazepam enthält und diese für Pharmazwecke im großen Stil angebaut wird. Vermutlich gibt es solche Diazepamtabletten aber eher im Ausland. Dort nämlich, wo die Pflanze kultiviert wird. Ich habe mal im Fernsehen gehört, daß es sich hierbei um Südamerika handelt.

Zum Schluß noch ein kleiner Flüstertipp. Pst, es gibt in großen, guten Supermärkten oder Lebensmittelabteilungen von Kaufhäusern ein bestimmtes Lebensmittel, welches sehr schlaffördernd wirkt. Leider würde ich gegen die Forumsregeln verstoßen, wenn ich dieses namentlich benenne. Dennoch wollte ich es mir nicht nehmen lassen, einen kleinen Hinweis abzugeben. Ich denke, so ist die Sache in Ordnung und verstößt gegen keine der Regeln. Wenn doch, dann bitte ich um Information und um Entschuldigung.

Alles liebe und gute an alle :wink:

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18.06.2008, 14:02
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nettesMädchen hat geschrieben:
Benzodiazepine sind für viele (unwissende) Menschen, die Chemiepille schlechthin. Bullshit! Diazepam ist rein pflanzlich.....

Natürlich wird viel Diazepam für die Pharmakonzerne chemisch nachgebaut, obwohl es sicher auch welche gibt, die wirklich rein aus Pflanzen hergestellt sind. Welche das nun sind und worin sie sich von den chemisch hergestellten unterscheiden, weiß ich leider nicht.


Da wird gar kein Unterschied sein, wenn man wirklich den selben Stoff synthetisiert dann ist es auch das gleiche. ALso ist es eh egal woher die Substanz kommt, weil wirken tut es gleich! Ich versteh noch immer nicht warum Leute glauben die Stoffe aus der Natur wären gesünder. Mal jetzt von etwaigen Begleitstoffe die vielleicht auch noch wirken könnten abgesehn.

Und ich find es sehr mutig, dass du da irgendwelche Selbstversuche durchführst!

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18.06.2008, 14:24
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@ morenius

if memory serves...


...war, nach neueren untersuchungen, der mechanismus der thalidomidmissbildungen ein fehlallocieren bestimmter chaperone in einer dafuer kritischen embryonalen entwicklungsphase - mit eben der folge de VEGF blockade. anders ausgedrueckt: kurzarmigkeit etc. sind human genetisch angelegt, kommen aber dank der chaperone nicht zur auspraegung.

nun wirkt eine solche chaperon"ablenkung" jedoch net i.d.r. "lediglich" missbildend, sondern fuehr in den allerallermeisten faellen zum abort des foetus.

insofern...


gruss

ingo

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18.06.2008, 18:09
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